Nächste Woche Freitag sind meine Eltern beide nicht da, Sturmfrei also. Kommt bei mir wahnsinnig selten vor, aber wenn, dann steht einer Party eigentlich nichts im Weg. Keine Geschwister die petzen könnten, coole Nachbarn und ein großer Garten.
Außerdem ist das vielleicht die letzte gute Gelegenheit, immerhin fängt bald die Uni an und viele Freunde von mir gehen weg und wie gesagt meine Eltern sind fast immer da.
Also schreib ich in unsere Whatsapp-Gruppe. Lade knapp 30 Leute ein, mehr geht beim besten Willen nicht. Freue mich wahnsinnig, weil ich wirklich gerne Partys schmeiße.
Hier ein kleiner Auszug aus den Antworten:
"kann sein, dass wir früher gehen, mein Freund kennt euch alle doch garnicht"
"ich komm eher nicht, mein Freund hat nicht so lust"
"ich geh mit meinem freund auf sonen geburtstag von einem aus seiner Mannschaft, sorry "
DEREN ERNST?! Ich mein, ich schmeiß ne verdammte Hausparty und auch wenn das jetzt etwas überheblich klingt, meine Partys sind immer geil. Außerdem ist einer der Gründe dafür, dass ich das alles so gerne mache, dass ich ansonsten verdammt allein bin. Ich hab halt keinen Freund, hatte nie einen und werde wahrscheinlich auch in näherer Zukunft keinen haben. Schlimm genug, dass ich dafür ständig mitleidige Blicke und Sprüche ernte, aber das hier ist echt ein bisschen viel für mich. Die Mädchen, die das da oben geschrieben haben, die hängen doch sowieso den ganzen Tag mit ihren Lovern rum, jeden beschissenen Nachmittag. Ist es da wirklich zu viel verlangt einmal auf ne richtige Party zu gehen ohne früher abzuhauen weil der Freund die Leute alle nicht kennt und sich unwohl fühlt? Was sind das für Lutscher, die sich nichtmal für einen Abend in den Freundeskreis ihrer Freundin einfügen können? Was mich dabei so garnicht überrascht ist, dass sowas nur von den Mädchen kommt. Ich hab's wirklich noch nie erlebt, dass eine von denen ihren Freund mal mit zu uns bringt anstatt mit ihm auf den Geburtstag von irgendjemand anderen zu gehen, den sie garnicht kennt. Achja übrigens Mädels, man kann auch mal was getrennt machen! Es macht mich grade echt so unglaublich wütend, wie einfach alle total schnarchig werden und nur noch was mit ihrem Freund machen können. Die drei, von denen die Nachrichten sind, hab ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr alleine irgendwo gesehen. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt endlich einen Typen gefunden, dem ihr euch einfach unterordnen könnt. Das klingt jetzt vielleicht etwas übertrieben, tragischerweise ist es das aber nicht. Man müsste mal filmen, wie dieser eine Kerl auf dem Bett liegt und seine Freundin tatsächlich bittet, ihm nach dem harten Training Essen zu kochen. Ich steh mit ihr in der Küche, sie schnibbelt und deckt den Tisch, er bewegt sich keinen Zentimeter von der xBox weg. Dann steht das Essen auf dem Tisch und dieser Vollidiot meckert, weil er doch eigentlich ein Steak wollte. STEAK! Ich bin mir vollkommen sicher, dass dieser Junge noch nie wirklich in einem Supermarkt einkaufen war und ganz sicher hat er auch keine Ahnung, wie teuer so ein Ding ist. Ich war dabei, genau so ist es abgelaufen, original wie in den 50ern. Und das mit 18/19 Jahren, ist ja toll, herzlichen Glückwunsch zu eurer gleichberechtigten modernen Beziehung.
Ich weiß jetzt schon, dass keine von den dreien auftauchen wird. "Sorry, nächstes Mal kommen wir bestimmt" Ja ne ist klar, du meinst wohl "nächstes Mal, wenn meinem Freund danach ist".
Und jetzt überleg ich mal kurz, wie viele Jungs ich kenne, die sowas auf Dauer mit sich machen lassen (also alle ihre Freunde vernachlässigen, jede Party verpassen weil sie mit ihrer Freundin bei deren Mädels sind, schweineteures Steak braten)... oh ja, KEINE.
Dienstag, 24. September 2013
Donnerstag, 12. September 2013
#18
Noch ein Monat bis zu meinem ersten richtigen Tag an der Uni und ich bin immer noch etwas hin und hergerissen zwischen Vorfreude und Unsicherheit. Aber es wird immer besser, weil ich in letzter Zeit öfter in Köln war. Mal einen Freund besuchen, mal auf einem Konzert und langsam gewöhne ich mich an die Stadt und an den Gedanken, dass es bald meine Stadt sein wird.
Und so geht es anscheinend auch vielen meiner Freunde, denn nach und nach ziehen die Leute weg, die noch weiter weg studieren und die, die hierbleiben haben sich an ihre Ausbildung gewöhnt oder fangen nächste Woche an der Fachhochschule an. Man merkt einfach, dass sich jeder von uns auf ein eigenes neues Leben vorbereitet und dass sich die Dinge für uns in den kommenden Monaten sehr verändern werden. So sehr ich mich auch freue, endlich selbstständig zu sein und mich in eine neue Stadt zu wagen... um ehrlich zu sein fühlt es sich trotzdem so wahnsinnig falsch an, hier wegzuziehen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, in Köln irgendwann so einen Freundeskreis zu haben wie hier. Wir kennen uns alle schon so lange und so gut, ich weiß einfach nicht, wie ein Leben ohne sie aussehen soll. Man, das hört sich so kitschig an, aber es ist wirklich so! Ich kann mich einfach nicht erinnern, wie es war bevor ich diese Freunde hatte.
Und den anderen scheint es auch so zu gehen, denn irgendwie kam plötzlich immer öfter die Frage, wann wir denn noch mal alle zusammen was machen würden. In letzter Zeit ging das eher selten, weil wie gesagt viele schon arbeiten oder irgendwas anderes machen, aber wir haben es tatsächlich geschafft und dieses Wochenende geht die ganze Gang zusammen feiern und ich freue mich wirklich wahnsinnig. Es gibt einfach nichts besseres für mich, als den Abend nur mit Menschen zu verbringen, die man gerne um sich hat.
Ein bisschen fühlt es sich allerdings an wie ein Abschied, noch einmal alle zusammen Spaß haben, bevor sich unsere Wege trennen. Natürlich weiß ich, dass der Kontakt nicht abreißen wird und es in Köln sicher auch coole Leute geben wird, aber es wird wohl nie wieder so sein wie jetzt. Vielleicht ist das aber auch gut so, denn nach all der Schwärmerei über meine fabelhaften Freunde denke ich auch, dass es jedem von uns gut tut, vieles von dem was wir zusammen erlebt haben hinter sich lassen zu können.
Ich bin einfach so unglaublich gespannt, wie sich meine Zukunft entwickeln wird... manchmal glaube ich, ich mach mir zu viele Gedanken darüber, aber was soll ich tun ich kann nicht anders ;)
Dienstag, 3. September 2013
#17
Langsam wächst die Angst, die Angst vor meinem neuen Leben als Studentin. Klar, ich bin nicht plötzlich ein ganz neuer Mensch und solange ich noch zuhause wohne wird sich wohl auch erstmal nicht allzu viel ändern. Trotzdem wächst die Angst.
Ich bin noch nicht lange 18, war eine der jüngsten aus meinem Jahrgang und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das zu einem Problem werden könnte. Vielleicht nicht wirklich, aber zumindest in meinem Kopf. Als Doppeljahrgang gab es an unserer Schule immer einen ziemlichen Konkurrenzkampf zwischen 13ern und 12ern und da ist mir vor allem aufgefallen, wie sehr uns der ältere Jahrgang runtergestuft hat, einfach weil wir eben ein Jahr jünger sind. "Ihr seid doch noch gar nicht bereit für die Welt", "wenn wir keine Ahnung haben, was wir wollen, dann könnt ihr das erst recht nicht wissen", "blablabla". Es ging im Grunde ständig darum, dass uns angeblich eine gewisse Reife fehle, um an der Uni oder im Beruf oder sonst wo sofort erfolgreich sein zu können. Und auch von anderen Seiten haben wir oft zu hören bekommen, dass wir (und vor allem wir jüngeren aus dem sowieso schon jungen Jahrgang), lieber noch ein Jahr lang etwas anderes machen sollten, als sofort zu studieren. Ja klar, es gibt natürlich Leute, die noch absolut gar keinen Plan haben und erstmal ein Jahr Work and Travel in Australien machen oder Andere, deren Abitur für einen Platz in diesem Jahr noch nicht gut genug war und die ihre Wartesemester mit einem FSJ rumkriegen wollen. Hab ich auch absolut kein Problem mit, wir haben ein Jahr geschenkt bekommen und das kann jeder nutzen, wie er will.
Aber genau deshalb möchte ich eben jetzt schon studieren. Damit ich auch genau so früh fertig bin und ich so jung wie möglich in einen richtigen Beruf einsteigen kann. Und ich weiß eben schon, wo ich mal hin will oder zumindest weiß ich, welcher Studiengang mich wirklich interessiert. Also wieso warten und ein Jahr verschenken? Ich kann nach meinem Bachelor immer noch eine supercoole Weltreise machen, das geschenkte Jahr nutze ich dann eben hinterher. Es macht mich wirklich wütend, dass es anscheinend einen Haufen Leute gibt, die der Meinung sind ich sei noch viiieeel zu jung um erfolgreich zu studieren und ich hab das Gefühl, dass es solche Leute auch unter den anderen Studenten geben wird. Aber mal ehrlich, ich hab auch Freunde, die ein oder zwei Jahre älter sind und so verdammt viel reifer sind die auch nicht. Mag ja sein, dass ich noch nicht so viel "Lebenserfahrung" habe wie Leute, die erst mit 20 anfangen zu studieren. Ist aber nicht meine Schuld und überhaupt, wieso zählt das in unserem Alter überhaupt so viel? Wie viel Lebenserfahrung soll jemand mit 20 denn bitte haben, die ihn soo überlegen macht?
Jedenfalls hab ich etwas Angst, dass ich als eine der Jüngsten an der Uni weniger ernst genommen werde, dass man mir dieses überhebliche Lächeln schenken wird wenn ich sage, wie alt ich bin. Vielleicht hab ich auch einfach so ein schlechtes Gefühl deswegen, weil es wie gesagt an unserer Schule und in meinem Umfeld so üblich war, dass man uns G8er einfach mehr wie Kinder behandelt hat als die G9er.
Und auch auf die Gefahr hin jetzt etwas arrogant zu klingen, ich bin stolz darauf auch mit grade 18 schon zu wissen was ich will und das Risiko einzugehen in eine andere Stadt zu gehen und zu studieren obwohl ich Angst habe und ich finde nicht, dass ich weniger gute Chancen habe oder weniger belastbar oder weniger selbstständig bin nur weil ich jünger bin als die meisten Studenten. Ich mein ich bin 18 und nicht 12, warum tun alle so als hätte ich vorgestern noch in die Windeln gemacht. Und überhaupt, nicht nur ich bin so jung, mit mir hat ein ganzer Jahrgang Abi gemacht und von denen werden wohl nicht alle erstmal durch Australien trampen, also sollten sich die Anderen lieber an uns unreife Kinder gewöhnen. Achja, wir hatten außerdem keine Wahl! Ich wäre auch lieber noch ein Jahr mit dem Auto zur Schule gefahren und ein Jahr Volljährigkeit ohne Verantwortungen ausgenutzt, aber es ist jetzt wie es ist und ich mache das beste draus.
So genug aufgeregt, ich mach mir jetzt nen Kaffee!
Ich bin noch nicht lange 18, war eine der jüngsten aus meinem Jahrgang und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das zu einem Problem werden könnte. Vielleicht nicht wirklich, aber zumindest in meinem Kopf. Als Doppeljahrgang gab es an unserer Schule immer einen ziemlichen Konkurrenzkampf zwischen 13ern und 12ern und da ist mir vor allem aufgefallen, wie sehr uns der ältere Jahrgang runtergestuft hat, einfach weil wir eben ein Jahr jünger sind. "Ihr seid doch noch gar nicht bereit für die Welt", "wenn wir keine Ahnung haben, was wir wollen, dann könnt ihr das erst recht nicht wissen", "blablabla". Es ging im Grunde ständig darum, dass uns angeblich eine gewisse Reife fehle, um an der Uni oder im Beruf oder sonst wo sofort erfolgreich sein zu können. Und auch von anderen Seiten haben wir oft zu hören bekommen, dass wir (und vor allem wir jüngeren aus dem sowieso schon jungen Jahrgang), lieber noch ein Jahr lang etwas anderes machen sollten, als sofort zu studieren. Ja klar, es gibt natürlich Leute, die noch absolut gar keinen Plan haben und erstmal ein Jahr Work and Travel in Australien machen oder Andere, deren Abitur für einen Platz in diesem Jahr noch nicht gut genug war und die ihre Wartesemester mit einem FSJ rumkriegen wollen. Hab ich auch absolut kein Problem mit, wir haben ein Jahr geschenkt bekommen und das kann jeder nutzen, wie er will.
Aber genau deshalb möchte ich eben jetzt schon studieren. Damit ich auch genau so früh fertig bin und ich so jung wie möglich in einen richtigen Beruf einsteigen kann. Und ich weiß eben schon, wo ich mal hin will oder zumindest weiß ich, welcher Studiengang mich wirklich interessiert. Also wieso warten und ein Jahr verschenken? Ich kann nach meinem Bachelor immer noch eine supercoole Weltreise machen, das geschenkte Jahr nutze ich dann eben hinterher. Es macht mich wirklich wütend, dass es anscheinend einen Haufen Leute gibt, die der Meinung sind ich sei noch viiieeel zu jung um erfolgreich zu studieren und ich hab das Gefühl, dass es solche Leute auch unter den anderen Studenten geben wird. Aber mal ehrlich, ich hab auch Freunde, die ein oder zwei Jahre älter sind und so verdammt viel reifer sind die auch nicht. Mag ja sein, dass ich noch nicht so viel "Lebenserfahrung" habe wie Leute, die erst mit 20 anfangen zu studieren. Ist aber nicht meine Schuld und überhaupt, wieso zählt das in unserem Alter überhaupt so viel? Wie viel Lebenserfahrung soll jemand mit 20 denn bitte haben, die ihn soo überlegen macht?
Jedenfalls hab ich etwas Angst, dass ich als eine der Jüngsten an der Uni weniger ernst genommen werde, dass man mir dieses überhebliche Lächeln schenken wird wenn ich sage, wie alt ich bin. Vielleicht hab ich auch einfach so ein schlechtes Gefühl deswegen, weil es wie gesagt an unserer Schule und in meinem Umfeld so üblich war, dass man uns G8er einfach mehr wie Kinder behandelt hat als die G9er.
Und auch auf die Gefahr hin jetzt etwas arrogant zu klingen, ich bin stolz darauf auch mit grade 18 schon zu wissen was ich will und das Risiko einzugehen in eine andere Stadt zu gehen und zu studieren obwohl ich Angst habe und ich finde nicht, dass ich weniger gute Chancen habe oder weniger belastbar oder weniger selbstständig bin nur weil ich jünger bin als die meisten Studenten. Ich mein ich bin 18 und nicht 12, warum tun alle so als hätte ich vorgestern noch in die Windeln gemacht. Und überhaupt, nicht nur ich bin so jung, mit mir hat ein ganzer Jahrgang Abi gemacht und von denen werden wohl nicht alle erstmal durch Australien trampen, also sollten sich die Anderen lieber an uns unreife Kinder gewöhnen. Achja, wir hatten außerdem keine Wahl! Ich wäre auch lieber noch ein Jahr mit dem Auto zur Schule gefahren und ein Jahr Volljährigkeit ohne Verantwortungen ausgenutzt, aber es ist jetzt wie es ist und ich mache das beste draus.
So genug aufgeregt, ich mach mir jetzt nen Kaffee!
Mittwoch, 28. August 2013
#16
So, der Sommer neigt sich langsam dem Ende und ich weiß noch nicht ob mich das freut oder nicht.
Es war so wahnsinnig viel los bei mir, dass ich diesen Blog mal wieder vollkommen vergessen hab. Für mich ist das aber immer eher ein gutes Zeichen, weil mir dann im Nachhinein klar wird, dass die Zeit in der ich das hier nicht gebraucht hab eigentlich wirklich gut war.Und mein Sommer war gut, wirklich. Trotzdem tut es glaub ich ganz gut, mal alles zusammenzufassen und hier schon mal eine kleine Entschuldigung, ich hab relativ viel zu erzählen und das könnte etwas länger dauern ;)
Erstmal habe ich mein Abitur geschafft und das auch noch mit genau der Durchschnittsnote, die ich mir immer gewünscht hab. 1,8 (mit einer Eins vorne, aber nicht 1,9, weil das schon fast 2,0 ist, aber 1,7 hätte ich nicht geschafft) . Klar, damit bin ich noch lange nicht Teil der Elite, aber hey für mich war es das Bestmögliche und ich bin schon ziemlich stolz, dass ich zumindest dieses Ziel tatsächlich erreicht habe.
Auf's Abi und unseren legendären Abiball folgte dann eine Woche Ballermann und ich übertreibe garantiert nicht wenn ich sage, dass es eine der besten Wochen meines bisherigen Lebens war. Die Gruppe war toll, das Wetter war toll, es gab fast kein Drama (außer das, was noch irgendwie amüsant ist und auch einfach dazu gehört) und überhaupt war glaube ich jeder von uns eine Woche lang nur glücklich. Manchmal denke ich daran zurück und muss einfach lächeln über alles, was dort passiert ist und das allein ist für mich der Beweis, dass dieser Urlaub noch lange zu meinen schönsten Erinnerungen zählen wird.
Der Rest des Sommers war dagegen zwar eher unspektakulär, aber trotzdem wirklich schön. In den Wochen wo es hier zum Teil fast unerträglich heiß war haben wir fast nichts anderes gemacht, als an unserem wunderschönen See zu liegen und irgendwie sind das immer meine Lieblingstage gewesen. Keine besonderen Aktionen oder Ausflüge, sondern einfach mit den Leuten, die man am liebsten um sich hat den Tag verbringen. Das einzig Negative daran ist nur, dass meine Hängematte jetzt ganz furchtbar nach Lagerfeuer und Bier stinkt und ich noch nicht genau weiß, wie ich dieses Riesending waschen soll.
Der mit Abstand beste Moment dieses Sommer war am Ende aber doch der Moment, in dem ich mein E-Mail-Postfach geöffnet hab und mich eine Zusage der Uni Köln anlachte. Trotz Doppeljahrgang ein Studienplatz! Und nicht nur irgendeinen, sonder DEN Studienplatz! Ich schreibe ja schon länger nebenbei für die WAZ und auch für die RP (zwar nur Lokalteil, aber immerhin) und irgendwie hatte ich immer den Wunsch, später mein Leben davon finanzieren zu können, nur irgendwie hat mich die Angst vor der Unsicherheit in diesem Beruf immer abgeschreckt und fast hätte ich mich auf einen Platz in BWL beworben. Kurz vor Einsendeschluss hat mich dann aber doch der Ehrgeiz gepackt und jetzt werde ich ab Oktober Deutsche Sprache u. Literatur und Medienkulturwissenschaften in Köln studieren. Mal sehen, wie weit ich es am Ende bringe und ob mein Name vielleicht eines Tages unter einem Artikel in irgendeiner großen Zeitung steht. Vielleicht mache ich aber auch was ganz anderes, der Studiengang ist relativ breit gefächert und ich hab noch so ziemlich alle Freiheiten was meinen späteren Beruf angeht. Zunächst bin ich einfach immer noch überrascht von mir selbst, denn Köln ist nicht meine Heimatstadt und ich werde wohl spätestens nächstes Jahr umziehen müssen. Pendeln ist dann doch nicht so eine tolle Dauerlösung.
Im Moment schwebe ich noch immer zwischen Euphorie und Zukunftsangst. Ich mache tatsächlich das, was ich auch wirklich möchte und mittlerweile bin ich mir auch sicher, dass das die einzig richtige Entscheidung war. Andererseits gehe ich damit das Risiko ein, für lange Zeit keinen festen Job zu haben und überhaupt bin ich einer der Menschen, die immer vor Augen haben, wie viele Andere noch mehr Talent, Ehrgeiz oder sonst was haben als ich und das macht mich noch unsicherer. Mal sehen, ich glaube nicht, dass sich dieses Gefühl der Unsicherheit so schnell legen wird, andererseits bleibe ich so vielleicht auch motiviert und irgendwie realistisch. Irgendeinen Vorteil wird's schon haben.
Das einzige, was sich ziemlich sicher sagen lässt ist, dass mein Leben nächstes Jahr um diese Zeit ein ganz neues sein wird. Neue Stadt, hoffentlich neue Freunde, weg von all den schlimmen Erinnerungen, die ich wohl leider noch lange mit meiner Stadt und den Leuten hier verbinden werde. Vielleicht ist das die Chance für mich, endlich loszulassen, endlich frei zu sein von der Vergangenheit und nur die guten Erinnerungen mit in mein neues Leben zu nehmen. Vielleicht werde ich in Köln wirklich glücklich.
Es war so wahnsinnig viel los bei mir, dass ich diesen Blog mal wieder vollkommen vergessen hab. Für mich ist das aber immer eher ein gutes Zeichen, weil mir dann im Nachhinein klar wird, dass die Zeit in der ich das hier nicht gebraucht hab eigentlich wirklich gut war.Und mein Sommer war gut, wirklich. Trotzdem tut es glaub ich ganz gut, mal alles zusammenzufassen und hier schon mal eine kleine Entschuldigung, ich hab relativ viel zu erzählen und das könnte etwas länger dauern ;)
Erstmal habe ich mein Abitur geschafft und das auch noch mit genau der Durchschnittsnote, die ich mir immer gewünscht hab. 1,8 (mit einer Eins vorne, aber nicht 1,9, weil das schon fast 2,0 ist, aber 1,7 hätte ich nicht geschafft) . Klar, damit bin ich noch lange nicht Teil der Elite, aber hey für mich war es das Bestmögliche und ich bin schon ziemlich stolz, dass ich zumindest dieses Ziel tatsächlich erreicht habe.
Auf's Abi und unseren legendären Abiball folgte dann eine Woche Ballermann und ich übertreibe garantiert nicht wenn ich sage, dass es eine der besten Wochen meines bisherigen Lebens war. Die Gruppe war toll, das Wetter war toll, es gab fast kein Drama (außer das, was noch irgendwie amüsant ist und auch einfach dazu gehört) und überhaupt war glaube ich jeder von uns eine Woche lang nur glücklich. Manchmal denke ich daran zurück und muss einfach lächeln über alles, was dort passiert ist und das allein ist für mich der Beweis, dass dieser Urlaub noch lange zu meinen schönsten Erinnerungen zählen wird.
Der Rest des Sommers war dagegen zwar eher unspektakulär, aber trotzdem wirklich schön. In den Wochen wo es hier zum Teil fast unerträglich heiß war haben wir fast nichts anderes gemacht, als an unserem wunderschönen See zu liegen und irgendwie sind das immer meine Lieblingstage gewesen. Keine besonderen Aktionen oder Ausflüge, sondern einfach mit den Leuten, die man am liebsten um sich hat den Tag verbringen. Das einzig Negative daran ist nur, dass meine Hängematte jetzt ganz furchtbar nach Lagerfeuer und Bier stinkt und ich noch nicht genau weiß, wie ich dieses Riesending waschen soll.
Der mit Abstand beste Moment dieses Sommer war am Ende aber doch der Moment, in dem ich mein E-Mail-Postfach geöffnet hab und mich eine Zusage der Uni Köln anlachte. Trotz Doppeljahrgang ein Studienplatz! Und nicht nur irgendeinen, sonder DEN Studienplatz! Ich schreibe ja schon länger nebenbei für die WAZ und auch für die RP (zwar nur Lokalteil, aber immerhin) und irgendwie hatte ich immer den Wunsch, später mein Leben davon finanzieren zu können, nur irgendwie hat mich die Angst vor der Unsicherheit in diesem Beruf immer abgeschreckt und fast hätte ich mich auf einen Platz in BWL beworben. Kurz vor Einsendeschluss hat mich dann aber doch der Ehrgeiz gepackt und jetzt werde ich ab Oktober Deutsche Sprache u. Literatur und Medienkulturwissenschaften in Köln studieren. Mal sehen, wie weit ich es am Ende bringe und ob mein Name vielleicht eines Tages unter einem Artikel in irgendeiner großen Zeitung steht. Vielleicht mache ich aber auch was ganz anderes, der Studiengang ist relativ breit gefächert und ich hab noch so ziemlich alle Freiheiten was meinen späteren Beruf angeht. Zunächst bin ich einfach immer noch überrascht von mir selbst, denn Köln ist nicht meine Heimatstadt und ich werde wohl spätestens nächstes Jahr umziehen müssen. Pendeln ist dann doch nicht so eine tolle Dauerlösung.
Im Moment schwebe ich noch immer zwischen Euphorie und Zukunftsangst. Ich mache tatsächlich das, was ich auch wirklich möchte und mittlerweile bin ich mir auch sicher, dass das die einzig richtige Entscheidung war. Andererseits gehe ich damit das Risiko ein, für lange Zeit keinen festen Job zu haben und überhaupt bin ich einer der Menschen, die immer vor Augen haben, wie viele Andere noch mehr Talent, Ehrgeiz oder sonst was haben als ich und das macht mich noch unsicherer. Mal sehen, ich glaube nicht, dass sich dieses Gefühl der Unsicherheit so schnell legen wird, andererseits bleibe ich so vielleicht auch motiviert und irgendwie realistisch. Irgendeinen Vorteil wird's schon haben.
Das einzige, was sich ziemlich sicher sagen lässt ist, dass mein Leben nächstes Jahr um diese Zeit ein ganz neues sein wird. Neue Stadt, hoffentlich neue Freunde, weg von all den schlimmen Erinnerungen, die ich wohl leider noch lange mit meiner Stadt und den Leuten hier verbinden werde. Vielleicht ist das die Chance für mich, endlich loszulassen, endlich frei zu sein von der Vergangenheit und nur die guten Erinnerungen mit in mein neues Leben zu nehmen. Vielleicht werde ich in Köln wirklich glücklich.
Montag, 13. Mai 2013
#15
Die Beerdigung war schön, wirklich. Naja, so wie eine Beerdigung nunmal schön sein kann.
Ein paar Freunde von Seppo haben eine Band. Die haben gespielt. Eigentlich waren wohl zwei Lieder geplant, aber nach dem ersten kam keiner mehr so richtig klar. Die Auswahl ist nicht so besonders originell, aber passend.
So Long Goodbye von Sum41
Das zweite wäre glaube ich Everything's an Illudion von Mayday Parade gewesen. Bisschen Emo, aber passt ja zum Thema.
Später, als wir "jungen Leute" dann noch zu nem Freund in den Garten gegangen sind, kam irgendwann Kill All Your Friends von My Chemical Romance. Ein wenig Ironie ist schon dabei.
'Cause we all wanna party when the funeral ends
And we all get together when we bury our friends
Tatsächlich kamen später noch ziemlich viele Leute zum Garten. Die, die Seppo zwar kannten, aber nicht wirklich mit ihm befreundet waren. Nicht gut genug, um auf die Beerdigung zu gehen. Da sind wir also wieder, zwei Jahre nach der letzten Beerdigung und stoßen auf den nächsten toten Freund an. Und weil Seppo und Robert beste Freunde waren, waren auch so ziemlich die gleichen Leute wieder dabei. Vielleicht machen wir 'ne Tradition draus. Mal sehen wen's als nächstes erwischt.
In jedem Fall trifft mich Seppos Tod weniger hart als der von Robert. Ich meine, natürlich bin ich traurig. Mehr als das. Aber es ist nicht so... essentiell. Seppo war mir wichtig, aber er war nicht überlebenswichtig. Ich kann ohne ihn leben, das weiß ich. Hört sich irgendwie herzlos an, aber im direkten Vergleich ist das eben so. Irgendwie werde ich drüber hinwegkommen.
Blöderweise spüre ich grade jetzt wieder, wie sehr Robert fehlt. Wie sehr ich ihn brauche. Wie unglaublich gerne ich seine Stimme hören würde, seine Umarmung spüren würde. Der Gedanke, dass es dazu niemals wieder kommen wird, ich ihn nie wieder sehen werde, nicht eine einzige Sekunde, tut grade mehr weh als je zuvor.
Ein paar Freunde von Seppo haben eine Band. Die haben gespielt. Eigentlich waren wohl zwei Lieder geplant, aber nach dem ersten kam keiner mehr so richtig klar. Die Auswahl ist nicht so besonders originell, aber passend.
So Long Goodbye von Sum41
Das zweite wäre glaube ich Everything's an Illudion von Mayday Parade gewesen. Bisschen Emo, aber passt ja zum Thema.
Später, als wir "jungen Leute" dann noch zu nem Freund in den Garten gegangen sind, kam irgendwann Kill All Your Friends von My Chemical Romance. Ein wenig Ironie ist schon dabei.
'Cause we all wanna party when the funeral ends
And we all get together when we bury our friends
Tatsächlich kamen später noch ziemlich viele Leute zum Garten. Die, die Seppo zwar kannten, aber nicht wirklich mit ihm befreundet waren. Nicht gut genug, um auf die Beerdigung zu gehen. Da sind wir also wieder, zwei Jahre nach der letzten Beerdigung und stoßen auf den nächsten toten Freund an. Und weil Seppo und Robert beste Freunde waren, waren auch so ziemlich die gleichen Leute wieder dabei. Vielleicht machen wir 'ne Tradition draus. Mal sehen wen's als nächstes erwischt.
In jedem Fall trifft mich Seppos Tod weniger hart als der von Robert. Ich meine, natürlich bin ich traurig. Mehr als das. Aber es ist nicht so... essentiell. Seppo war mir wichtig, aber er war nicht überlebenswichtig. Ich kann ohne ihn leben, das weiß ich. Hört sich irgendwie herzlos an, aber im direkten Vergleich ist das eben so. Irgendwie werde ich drüber hinwegkommen.
Blöderweise spüre ich grade jetzt wieder, wie sehr Robert fehlt. Wie sehr ich ihn brauche. Wie unglaublich gerne ich seine Stimme hören würde, seine Umarmung spüren würde. Der Gedanke, dass es dazu niemals wieder kommen wird, ich ihn nie wieder sehen werde, nicht eine einzige Sekunde, tut grade mehr weh als je zuvor.
Mittwoch, 8. Mai 2013
#14
"Es tut mir leid, dass ich mein Leben und die Menschen darin nicht
genug lieben konnte um hierbleiben zu können und es tut mir leid, dass
ich euch alle so verletzt habe und es jetzt grade wieder tue. Ich hätte
mir auch für mich selbst gewünscht, anders zu sein oder anders sein zu
wollen. Die Wahrheit ist, das hier ist, was ich will und ich weiß, dass
ihr trauern werdet, aber bemitleidet mich nicht für etwas, was meine
eigene Entscheidung war. Ich bin glücklich und ich wünsche mir, dass ihr
es trotz all dem hier auch werdet."
Ein Teil aus Seppos Abschiedsbrief, den seine Mutter mir gestern abfotografiert bei Facebook geschickt hat. Sie hat sich 239075 Mal für die Art entschuldigt, wie wir diesen Brief erhalten haben. Ihr war es nur sehr wichtig, dass seine Freunde den Brief so schnell wie möglich lesen können. Er hat wohl einen Zettel danebengelegt mit Namen von Leuten, die ihn als erstes erhalten sollen. Ich weiß nicht, ob ich an Stelle seiner Mutter schon einen Tag nach der Sache die Kraft dafür gehabt hätte. Respekt und Dankbarkeit an sie dafür, dass sie trotz allem noch an andere denken kann. Ich kann's nicht.
Das da oben ist nur ein kleiner Ausschnitt, im Original sind's fast 3 hangeschriebene karierte Seiten. Irgendwie ist das aber die Stelle, die mich am meisten berührt (was sich jetzt natürlich blöd anhört, mich berührt der ganze scheiß Brief). Ich glaube das ist so, weil er hier klarstellt, dass es seine Entscheidung war. Sein Leben, sein Tod. Nicht unser Fehler. Vielleicht kann ich das irgendwann wirklich glauben.
Ein Teil aus Seppos Abschiedsbrief, den seine Mutter mir gestern abfotografiert bei Facebook geschickt hat. Sie hat sich 239075 Mal für die Art entschuldigt, wie wir diesen Brief erhalten haben. Ihr war es nur sehr wichtig, dass seine Freunde den Brief so schnell wie möglich lesen können. Er hat wohl einen Zettel danebengelegt mit Namen von Leuten, die ihn als erstes erhalten sollen. Ich weiß nicht, ob ich an Stelle seiner Mutter schon einen Tag nach der Sache die Kraft dafür gehabt hätte. Respekt und Dankbarkeit an sie dafür, dass sie trotz allem noch an andere denken kann. Ich kann's nicht.
Das da oben ist nur ein kleiner Ausschnitt, im Original sind's fast 3 hangeschriebene karierte Seiten. Irgendwie ist das aber die Stelle, die mich am meisten berührt (was sich jetzt natürlich blöd anhört, mich berührt der ganze scheiß Brief). Ich glaube das ist so, weil er hier klarstellt, dass es seine Entscheidung war. Sein Leben, sein Tod. Nicht unser Fehler. Vielleicht kann ich das irgendwann wirklich glauben.
Dienstag, 7. Mai 2013
#13
Bin heute morgen aufgestanden, Pulli an und mit Kaffee und Zigarette auf die Terrasse. Erstmal durchatmen.
Ich kann immer noch nicht glauben, was gestern passiert ist. Kann nicht weinen, weil ich es einfach noch nicht begreife. Er hat sich umgebracht. Er hat's direkt beim ersten Versuch durchgezogen. Tausend neue Fragen rasen durch meinen Kopf, ich kann überhaupt nicht denken.
Wie konnte das nur passieren? Hätte ich mehr tun müssen, hätte ich die Zeichen besser deuten müssen, ihm mehr helfen müssen? Hab vorhin mit einer guten Freundin telefoniert, sie stellt sich dieselben Fragen. Alle fragen sich, warum niemand da war.
Scheiße. Wir haben's verkackt. Und ich hab das Gefühl, ich ganz besonders. Scheiße.
Mein Vater sagt, dass wir uns nicht schuldig fühlen dürfen. Dass wir Seppo nicht allein gelassen haben, er hätte sich Hilfe suchen können, wir haben ihm unsere angeboten. Aber er hat sich dafür entschieden, zu sterben. Seine Entscheidung, sein Leben. Nicht unser Fehler.
Ich versuche daran zu glauben, dass es nicht unsere, nicht meine Schuld ist. Trotzdem kann ich nicht anders, als ganz furchtbar wütend zu werden. Auf mich, weil ich nicht mehr auf ihn eingegangen bin. Und auf Robert, weil mit seinem Tod der ganze Scheiß hier erst angefangen hat.
Ich kann immer noch nicht glauben, was gestern passiert ist. Kann nicht weinen, weil ich es einfach noch nicht begreife. Er hat sich umgebracht. Er hat's direkt beim ersten Versuch durchgezogen. Tausend neue Fragen rasen durch meinen Kopf, ich kann überhaupt nicht denken.
Wie konnte das nur passieren? Hätte ich mehr tun müssen, hätte ich die Zeichen besser deuten müssen, ihm mehr helfen müssen? Hab vorhin mit einer guten Freundin telefoniert, sie stellt sich dieselben Fragen. Alle fragen sich, warum niemand da war.
Scheiße. Wir haben's verkackt. Und ich hab das Gefühl, ich ganz besonders. Scheiße.
Mein Vater sagt, dass wir uns nicht schuldig fühlen dürfen. Dass wir Seppo nicht allein gelassen haben, er hätte sich Hilfe suchen können, wir haben ihm unsere angeboten. Aber er hat sich dafür entschieden, zu sterben. Seine Entscheidung, sein Leben. Nicht unser Fehler.
Ich versuche daran zu glauben, dass es nicht unsere, nicht meine Schuld ist. Trotzdem kann ich nicht anders, als ganz furchtbar wütend zu werden. Auf mich, weil ich nicht mehr auf ihn eingegangen bin. Und auf Robert, weil mit seinem Tod der ganze Scheiß hier erst angefangen hat.
Montag, 6. Mai 2013
#12
"Happiness damn near destroys you,
breaks your faith to pieces on the floor.
So you tell yourself, that's enough for now.
Because happiness has a violent roar."
Ein ziemlich tiefer Fall, von ganz oben nach ganz unten. Von jetzt auf gleich. Alles war wunderbar, mit dem schönen Wetter kamen auch wieder die wirklich guten Zeiten. Für mich und meine Freunde jedenfalls. Wir waren so verdammt glücklich.
Ich weiß grade nicht, ob ich hier schonmal so direkt über diese Person geschrieben habe, um die's jetzt geht. Also vor mittlerweile über 2 Jahren ist ein sehr guter Freund von mir gestorben. Robert. Der hatte wiederum einen besten Freund, Sebastian oder einfach Seppo. Ich war nie wirklich eng mit Seppo befreundet, wir kannten uns eben über Robert aber viel mehr war da auch nicht. Erst nach Robs Tod sind wir uns näher gekommen, weil wir irgendwie beide das Gefühl hatten, dass wir die einzigen waren, die ihn auf die gleiche und einzige Art wirklich gekannt haben.
Jedenfalls haben wir viel Zeit gemeinsam verbracht, hauptsächlich um irgendwie über die Sache mit Robert hinwegzukommen. Hat auch ganz gut funktioniert, jedenfalls am Anfang. Irgendwann sind wir uns dann irgendwie.. ja wie soll man sagen, sehr sehr nah gekommen. Anders kann man das einfach nicht sagen, wirklich verliebt waren wir beide nicht aber es war sicher mehr als "nur ficken". War allerdings eine einmalige Sache, weil wir glaube ich beide ein schlechtes Gewissen wegen Robert hatten und danach haben sich unsere Wege mehr oder weniger getrennt. Ich hab mein Leben normal weitergeführt, vielleicht meine Freunde im Alkoholrausch gelegentlich vollgeheult und mich zuhause in meinem Bett selbst bemitleidet, aber ich kam klar. Seppo hat sich ziemlich zurückgezogen aus seinem ursprünglichen Freundeskreis, ist plötzlich super alternativ geworden und hat auf Partys plötzlich weniger getrunken, dafür hübsche bunte Pillen geschluckt. Hat niemals die Ärmel seiner Pullis hochgezogen. Niemals.
Vor ein paar Wochen haben wir uns dann nochmal getroffen, eigentlich aber eher zufällig. Sind dann zusammen einen Kaffee trinken gegangen und er hat erzählt, dass er seine Abizulassung nicht bekommen hat und jetzt wiederholen muss. Er sah total fertig aus, Augenringe und blasse Haut, zwar ein Lächeln auf den Lippen, aber nicht in den Augen. Er tat mir wirklich leid, aber ich hab mir ehrlich gesagt nicht viel dabei gedacht außer "hoffentlich fängt er sich wieder". Ich wusste, dass er seit Robert nie wieder wirklich enge Freundschaften gehabt hat, also hab ich ihn umarmt und ihm gesagt, dass er mich immer anrufen kann. Wie direkt nach Roberts Tod, wo wir ständig spontan was gemacht haben, wenn einer von uns am Boden war. Er hat sich nach diesem Tag nicht mehr gemeldet.
Heute Vormittag waren wir dann mit ein paar Leuten am See. Marco, auch ein Kumpel von Seppo, kommt mit dem Fahrrad. Ob wir's schon gehört hätten. Fragezeichen in unseren Gesichtern. Na, das von Seppo. Hat sich wohl in der Nacht von Sonntag auf Montag beide Unterarme längs aufgeschnitten. Angeblich vollgepumpt mit irgendwelchen Drogen.
Immer noch Fragezeichen. Und immer wieder das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe. "Du kannst mich immer anrufen, ich bin immer für dich da". Alles nichts wert gewesen.
breaks your faith to pieces on the floor.
So you tell yourself, that's enough for now.
Because happiness has a violent roar."
Ein ziemlich tiefer Fall, von ganz oben nach ganz unten. Von jetzt auf gleich. Alles war wunderbar, mit dem schönen Wetter kamen auch wieder die wirklich guten Zeiten. Für mich und meine Freunde jedenfalls. Wir waren so verdammt glücklich.
Ich weiß grade nicht, ob ich hier schonmal so direkt über diese Person geschrieben habe, um die's jetzt geht. Also vor mittlerweile über 2 Jahren ist ein sehr guter Freund von mir gestorben. Robert. Der hatte wiederum einen besten Freund, Sebastian oder einfach Seppo. Ich war nie wirklich eng mit Seppo befreundet, wir kannten uns eben über Robert aber viel mehr war da auch nicht. Erst nach Robs Tod sind wir uns näher gekommen, weil wir irgendwie beide das Gefühl hatten, dass wir die einzigen waren, die ihn auf die gleiche und einzige Art wirklich gekannt haben.
Jedenfalls haben wir viel Zeit gemeinsam verbracht, hauptsächlich um irgendwie über die Sache mit Robert hinwegzukommen. Hat auch ganz gut funktioniert, jedenfalls am Anfang. Irgendwann sind wir uns dann irgendwie.. ja wie soll man sagen, sehr sehr nah gekommen. Anders kann man das einfach nicht sagen, wirklich verliebt waren wir beide nicht aber es war sicher mehr als "nur ficken". War allerdings eine einmalige Sache, weil wir glaube ich beide ein schlechtes Gewissen wegen Robert hatten und danach haben sich unsere Wege mehr oder weniger getrennt. Ich hab mein Leben normal weitergeführt, vielleicht meine Freunde im Alkoholrausch gelegentlich vollgeheult und mich zuhause in meinem Bett selbst bemitleidet, aber ich kam klar. Seppo hat sich ziemlich zurückgezogen aus seinem ursprünglichen Freundeskreis, ist plötzlich super alternativ geworden und hat auf Partys plötzlich weniger getrunken, dafür hübsche bunte Pillen geschluckt. Hat niemals die Ärmel seiner Pullis hochgezogen. Niemals.
Vor ein paar Wochen haben wir uns dann nochmal getroffen, eigentlich aber eher zufällig. Sind dann zusammen einen Kaffee trinken gegangen und er hat erzählt, dass er seine Abizulassung nicht bekommen hat und jetzt wiederholen muss. Er sah total fertig aus, Augenringe und blasse Haut, zwar ein Lächeln auf den Lippen, aber nicht in den Augen. Er tat mir wirklich leid, aber ich hab mir ehrlich gesagt nicht viel dabei gedacht außer "hoffentlich fängt er sich wieder". Ich wusste, dass er seit Robert nie wieder wirklich enge Freundschaften gehabt hat, also hab ich ihn umarmt und ihm gesagt, dass er mich immer anrufen kann. Wie direkt nach Roberts Tod, wo wir ständig spontan was gemacht haben, wenn einer von uns am Boden war. Er hat sich nach diesem Tag nicht mehr gemeldet.
Heute Vormittag waren wir dann mit ein paar Leuten am See. Marco, auch ein Kumpel von Seppo, kommt mit dem Fahrrad. Ob wir's schon gehört hätten. Fragezeichen in unseren Gesichtern. Na, das von Seppo. Hat sich wohl in der Nacht von Sonntag auf Montag beide Unterarme längs aufgeschnitten. Angeblich vollgepumpt mit irgendwelchen Drogen.
Immer noch Fragezeichen. Und immer wieder das letzte Mal, dass ich ihn gesehen habe. "Du kannst mich immer anrufen, ich bin immer für dich da". Alles nichts wert gewesen.
Samstag, 27. April 2013
#11
Wow. Schon komisch, wie schnell ich diesen Blog wieder vergessen habe, nachdem mein Leben plötzlich gut lief.
Abitur ist fast geschafft, nur noch die mündliche Prüfung Ende Mai und ich bin endlich fertig. Die Klausuren liefen zum Teil besser, zum Teil schlechter als erwartet, aber alles in in allem bin ich ganz zufrieden. Dafür, dass ich so eine scheiß Angst hatte war's doch garnicht so schrecklich.
Jetzt ist die Schule also vorbei und ich hatte irgendwie Angst, viele Freunde dadruch zu verlieren. Bei uns besteht der Freundeskreis praktisch nur aus unserer ehemaligen Stufe, deshalb war die Schule auch immer der Ort, an dem wir uns organisiert haben. Blöderweise war ich nie besonders aktiv was Whatsapp oder so angeht. Man kennt ja diese Leute, die auch ohne ersichtlichen Grund mit irgendwelchen Bekannten "schreiben" und dadruch auch immer wissen, wer grade wo ist. Ja, das bin ich leider nicht, weshalb ich eben befürchtet hab, viel zu verpassen. Aber irgendwie denken erstaunlich viele meiner Freunde daran, mir immer bescheid zu geben und in letzter Zeit bin ich total viel unterwegs. Das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Überhaupt, seit die Schule vorbei ist fühle ich mich irgendwie viel besser. Ich kann machen, was ich möchte und mir aussuchen, was ich in Zukunft machen möchte. Mein Leben liegt endlich in meiner Hand. Außerdem ist dieser ständige Druck weg, den ich vorher schon fast als normal emfunden habe. Keine Nacht richtig schlafen aus Angst, irgendwas falsch gemacht zu haben oder was wichtiges vergessen zu haben. Endlich muss ich mir darum keine Sorgen machen, ich kann mein Leben so gestalten, wie ich will. An dem Ort, an dem ich leben möchte und mit den Menschen, mit denen ich mich umgeben möchte. Ich hoffe nur, ich bekomme das alles hin.
Jetzt kommt aber erstmal der Sommer und es geht mit ungefähr 35 Leuten auf Abifahrt nach Mallorca. Eigentlich kann ich mir mich nicht wirklich am Ballermann vorstellen, aber ich denke allein wegen der Leute kann der Urlaub nur gut werden. Nächste Woche geht's dann noch spontan nach Berlin mit 2 Autos und ein paar guten Freunden. Allerdings nur für den Tanz in den Mai, weil am Wochenende schon wieder Geburtstage sind.
Ich hab mein Leben glaube ich nie so sehr geliebt wie jetzt.
Abitur ist fast geschafft, nur noch die mündliche Prüfung Ende Mai und ich bin endlich fertig. Die Klausuren liefen zum Teil besser, zum Teil schlechter als erwartet, aber alles in in allem bin ich ganz zufrieden. Dafür, dass ich so eine scheiß Angst hatte war's doch garnicht so schrecklich.
Jetzt ist die Schule also vorbei und ich hatte irgendwie Angst, viele Freunde dadruch zu verlieren. Bei uns besteht der Freundeskreis praktisch nur aus unserer ehemaligen Stufe, deshalb war die Schule auch immer der Ort, an dem wir uns organisiert haben. Blöderweise war ich nie besonders aktiv was Whatsapp oder so angeht. Man kennt ja diese Leute, die auch ohne ersichtlichen Grund mit irgendwelchen Bekannten "schreiben" und dadruch auch immer wissen, wer grade wo ist. Ja, das bin ich leider nicht, weshalb ich eben befürchtet hab, viel zu verpassen. Aber irgendwie denken erstaunlich viele meiner Freunde daran, mir immer bescheid zu geben und in letzter Zeit bin ich total viel unterwegs. Das hätte ich wirklich nicht erwartet.
Überhaupt, seit die Schule vorbei ist fühle ich mich irgendwie viel besser. Ich kann machen, was ich möchte und mir aussuchen, was ich in Zukunft machen möchte. Mein Leben liegt endlich in meiner Hand. Außerdem ist dieser ständige Druck weg, den ich vorher schon fast als normal emfunden habe. Keine Nacht richtig schlafen aus Angst, irgendwas falsch gemacht zu haben oder was wichtiges vergessen zu haben. Endlich muss ich mir darum keine Sorgen machen, ich kann mein Leben so gestalten, wie ich will. An dem Ort, an dem ich leben möchte und mit den Menschen, mit denen ich mich umgeben möchte. Ich hoffe nur, ich bekomme das alles hin.
Jetzt kommt aber erstmal der Sommer und es geht mit ungefähr 35 Leuten auf Abifahrt nach Mallorca. Eigentlich kann ich mir mich nicht wirklich am Ballermann vorstellen, aber ich denke allein wegen der Leute kann der Urlaub nur gut werden. Nächste Woche geht's dann noch spontan nach Berlin mit 2 Autos und ein paar guten Freunden. Allerdings nur für den Tanz in den Mai, weil am Wochenende schon wieder Geburtstage sind.
Ich hab mein Leben glaube ich nie so sehr geliebt wie jetzt.
Donnerstag, 21. Februar 2013
#10
Ich hab irgendwie gedacht, du wärst jemand, der in meinem Leben immer einen Platz haben wird. Weil alle wichtigen, guten Erinnerungen mit dir sind. Vielleicht hab ich dabei vergessen, dass es neue Erinnerungen geben wird. Mit anderen Menschen. Andere Dinge werden wichtig, einfach weil das Leben tatsächlich weitergeht. Ich hab's fast nicht für möglich gehalten.
Es ist komisch, weil die Erkenntnis so überraschend gekommen ist. Dass du nur noch eine Erinnerung bist und wenn ich alt bin, dann werden so viele hundert andere Dinge zwischen dir und mir liegen. So viel, was noch wichtig werden wird. Und du wirst nur eine Erinnerung sein, bist es jetzt schon. Ich kann mich nicht mal mehr an deine Stimme erinnern. An dich zu denken macht mich traurig und glücklich, aber du gehörst in die Vergangenheit. Mein Leben ist jetzt anders und du kommst darin nicht mehr vor. Wirst es nie wieder.
Vielleicht ist das hier ja endlich der Schritt, den ich bis vor kurzem nicht machen konnte. Dich zurücklassen. Ohne mich dabei schuldig zu fühlen. Ich kann dich nicht zwingen hierzubleiben, ich kann dich nicht am Leben erhalten, weil du schon längst weg bist. Dich vergessen könnte ich nicht, du warst so wichtig und das so lange ich denken kann. Keine Zukunft kann uns wegnehmen, was wir hatten.
Dass wir es nicht mehr haben, dass ich dich nicht mehr habe, ich dachte es würde für immer höllisch brennen und wehtun und schmerzen. Das tut es auch noch oft und das wird es auch später noch. Aber irgendwie ist es ok, es kontrolliert mich nicht mehr. Ich kann es kontrollieren, mir aussuchen, wann ich es brennen lasse um dich wieder zu spüren. In der Zwischenzeit bin ich frei und ich hatte erst Angst, es wäre ein Zeichen dass ich dich vergesse. Das ist es nicht, ich kann nur endlich wieder atmen und leben ohne dich, ein neues Leben. So unmöglich wie es vor ein paar Wochen noch schien, ich kann es. Und auch wenn ich eigentlich nicht daran glaube, stelle ich mir vor du bist jetzt neben mir und liest das und lächelst, weil du dir jetzt endlich keine Sorgen mehr machen musst. Und ich lächle zurück, nicht mehr bitter sondern so wie früher, freundschaftlich, und dann stehst du auf und gehst durch die Tür, winkst mir zu und gehst, bis ich dich wieder rufe.
Ich bin nicht mehr wütend und das ist das beste Gefühl, das ich seit langem hatte.
Es ist komisch, weil die Erkenntnis so überraschend gekommen ist. Dass du nur noch eine Erinnerung bist und wenn ich alt bin, dann werden so viele hundert andere Dinge zwischen dir und mir liegen. So viel, was noch wichtig werden wird. Und du wirst nur eine Erinnerung sein, bist es jetzt schon. Ich kann mich nicht mal mehr an deine Stimme erinnern. An dich zu denken macht mich traurig und glücklich, aber du gehörst in die Vergangenheit. Mein Leben ist jetzt anders und du kommst darin nicht mehr vor. Wirst es nie wieder.
Vielleicht ist das hier ja endlich der Schritt, den ich bis vor kurzem nicht machen konnte. Dich zurücklassen. Ohne mich dabei schuldig zu fühlen. Ich kann dich nicht zwingen hierzubleiben, ich kann dich nicht am Leben erhalten, weil du schon längst weg bist. Dich vergessen könnte ich nicht, du warst so wichtig und das so lange ich denken kann. Keine Zukunft kann uns wegnehmen, was wir hatten.
Dass wir es nicht mehr haben, dass ich dich nicht mehr habe, ich dachte es würde für immer höllisch brennen und wehtun und schmerzen. Das tut es auch noch oft und das wird es auch später noch. Aber irgendwie ist es ok, es kontrolliert mich nicht mehr. Ich kann es kontrollieren, mir aussuchen, wann ich es brennen lasse um dich wieder zu spüren. In der Zwischenzeit bin ich frei und ich hatte erst Angst, es wäre ein Zeichen dass ich dich vergesse. Das ist es nicht, ich kann nur endlich wieder atmen und leben ohne dich, ein neues Leben. So unmöglich wie es vor ein paar Wochen noch schien, ich kann es. Und auch wenn ich eigentlich nicht daran glaube, stelle ich mir vor du bist jetzt neben mir und liest das und lächelst, weil du dir jetzt endlich keine Sorgen mehr machen musst. Und ich lächle zurück, nicht mehr bitter sondern so wie früher, freundschaftlich, und dann stehst du auf und gehst durch die Tür, winkst mir zu und gehst, bis ich dich wieder rufe.
Ich bin nicht mehr wütend und das ist das beste Gefühl, das ich seit langem hatte.
Sonntag, 17. Februar 2013
#9
Erste Vorabiklausur hinter mir und das sogar mit einem relativ guten Gefühl. Obwohl ich eine Stunde zu früh fertig war. Naja, vielleicht bin ich einfach ein Genie oder sowas. Ich hab jedenfalls alles reingeschrieben was mir wichtig erschien und sogar noch ein bisschen was unwichtiges, kann also nicht viel fehlen. Nächste Woche die andern beiden, ich hab echt ne scheiß Angst vor Deutsch.
Und unentschuldigte Fehlstunden trotz Attestpflicht hab ich auch noch. Ja ich weiß, selbst schuld. Aber ich hab einfach vergessen zum Arzt zu gehen und meinen Eltern hab ich's nicht erzählt, also dass ich einmal nicht in der Schule war. Verdammt, keine Ahnung wie ich aus dem Mist wieder rauskomme ohne dass meine liebe Oberstufenkoordinatorin/Deutsch-LK-Lehrerin die anruft. Ich hab da so ein Talent mich durch Nichtstun in die allergrößten, allerbeschissensten Situationen zu bringen. Führerschein angefangen, vor genau einem Jahr. Theorieprüfung einmal verhauen, also im Prinzip keine gemacht. Nach einem Jahr muss man sich komplett neu anmelden. Fuck. Wie erklär ich meinen Eltern, dass ich ihr Geld einfach zum Fenster rausgeschmissen hab? Fuck. Ich versteh mich selbst nicht, es wäre so einfach gewesen das einfach zuende zu bringen. Aber nein. Ich hätte direkt Dienstag zum Arzt gehen können, aber nein. Ich sitz den ganzen Tag zuhause und mache nichts. Was zum Teufel ist falsch mit mir, wieso kann ich mich nicht mal zu Sachen aufraffen, die verdammt nochmal echr wichtig sind. Daran muss ich unbedingt arbeiten, ich hab nämlich echt Angst, dass die Fehlstunden meine Abizulassung gefährden könnten. Bei einem Schnitt von 1,8 wäre das schon mehr als ärgerlich.
Was noch? Achja, ich hatte son Freundschaft-Plus-Ding mit nem Kumpel am Laufen, schon seit 2 Jahren oder so. Klappt total gut, keine Gefühle. Freitag auf nem Geburtstag hatte ich einfach Lust auf unbedeutenden Spaß, er war auch da und es war sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz, dass an dem Abend was laufen wird. Wir waren grade kurz davor, da kommt son Mädel aus unserer Stufe angehüpft, granatenvoll und wunderhübsch. Hat sich voll an ihn rangeschmissen, so wie Karneval auch schon. Tja, wenn man die Wahl hat zwischen jemandem wie ihr und jemandem wie mir, dann ist die Sache eigentlich schon klar. Also haben die beiden am Ende schön ihren Spaß gehabt und ich hin alleine rum. Es hat mich eigentlich nicht wirklich verletzt, weil ich mehr von ihm will oder so. Eher, dass mir dieser Abend einfach mal wieder gezeigt hat, wie ersetzbar ich bin. Hat mich irgendwie total runtergezogen und wie sie sich dann was darauf eingebildet hat "hööö wir haben uns geküsst hihihih". Ja wow, danke für die Info. Ich mochte die noch nie.
So viel zu meinem Leben im Moment. So wunderbar beschissen (ich weiß es könnte wesentlich schlimmer sein, aber ich will mich trotzdem aufregen).
Und unentschuldigte Fehlstunden trotz Attestpflicht hab ich auch noch. Ja ich weiß, selbst schuld. Aber ich hab einfach vergessen zum Arzt zu gehen und meinen Eltern hab ich's nicht erzählt, also dass ich einmal nicht in der Schule war. Verdammt, keine Ahnung wie ich aus dem Mist wieder rauskomme ohne dass meine liebe Oberstufenkoordinatorin/Deutsch-LK-Lehrerin die anruft. Ich hab da so ein Talent mich durch Nichtstun in die allergrößten, allerbeschissensten Situationen zu bringen. Führerschein angefangen, vor genau einem Jahr. Theorieprüfung einmal verhauen, also im Prinzip keine gemacht. Nach einem Jahr muss man sich komplett neu anmelden. Fuck. Wie erklär ich meinen Eltern, dass ich ihr Geld einfach zum Fenster rausgeschmissen hab? Fuck. Ich versteh mich selbst nicht, es wäre so einfach gewesen das einfach zuende zu bringen. Aber nein. Ich hätte direkt Dienstag zum Arzt gehen können, aber nein. Ich sitz den ganzen Tag zuhause und mache nichts. Was zum Teufel ist falsch mit mir, wieso kann ich mich nicht mal zu Sachen aufraffen, die verdammt nochmal echr wichtig sind. Daran muss ich unbedingt arbeiten, ich hab nämlich echt Angst, dass die Fehlstunden meine Abizulassung gefährden könnten. Bei einem Schnitt von 1,8 wäre das schon mehr als ärgerlich.
Was noch? Achja, ich hatte son Freundschaft-Plus-Ding mit nem Kumpel am Laufen, schon seit 2 Jahren oder so. Klappt total gut, keine Gefühle. Freitag auf nem Geburtstag hatte ich einfach Lust auf unbedeutenden Spaß, er war auch da und es war sowas wie ein ungeschriebenes Gesetz, dass an dem Abend was laufen wird. Wir waren grade kurz davor, da kommt son Mädel aus unserer Stufe angehüpft, granatenvoll und wunderhübsch. Hat sich voll an ihn rangeschmissen, so wie Karneval auch schon. Tja, wenn man die Wahl hat zwischen jemandem wie ihr und jemandem wie mir, dann ist die Sache eigentlich schon klar. Also haben die beiden am Ende schön ihren Spaß gehabt und ich hin alleine rum. Es hat mich eigentlich nicht wirklich verletzt, weil ich mehr von ihm will oder so. Eher, dass mir dieser Abend einfach mal wieder gezeigt hat, wie ersetzbar ich bin. Hat mich irgendwie total runtergezogen und wie sie sich dann was darauf eingebildet hat "hööö wir haben uns geküsst hihihih". Ja wow, danke für die Info. Ich mochte die noch nie.
So viel zu meinem Leben im Moment. So wunderbar beschissen (ich weiß es könnte wesentlich schlimmer sein, aber ich will mich trotzdem aufregen).
Mittwoch, 13. Februar 2013
#8
Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf ein englisches Gedicht gestoßen, das mir wirklich unglaublich gefällt und das auf so viele Art und Weisen. Und schon wieder hat jemand anderes Worte für meine Gedanken und das Seltsame daran ist, dass ich auf diese Menschen mittlerweile fast ein wenig neidisch bin. Ich schreibe aus Spaß, weil es mir hilft meine Gedanken zu ordnen und weil ich manche Dinge erst wirklich weiß, nachdem ich sie aufgeschrieben habe. Viel mehr bewundere ich aber Leute wie den Verfasser dieses Gedichtes, denn eine solche Art zu schreiben, das ist wirkliche Kunst. In so wenigen Worten eine ganze Geschichte zu erzählen, ein so vielschichtiges Gefühl zu beschreiben, das ist es, was mich besonders an Gedichten so fasziniert.
Ich selbst habe oft das Gefühl, mich nicht richtig ausdrücken zu können, nie das zu treffen, was ich eigentlich sagen will, sondern irgendwie immer drumherum rede. Nie in den Kern treffen. Es macht mich wahnsinnig, nichtmal jetzt kann ich wirklich beschreiben, was ich meine. Klar, ich könnte jetzt ewig weiter ins Detail gehen, aber am Ende wäre meine Beschreibung doch nur ein leerer Abklatsch von dem, was ich eigentlich fühle. Außerdem (ich weiß, diese Überlegung ist abstrakt und stellenweise lückenhaft) kommt es mir seit einiger Zeit gelegentlich sogar dumm vor, ein Gefühl mit Worten beschreiben zu wollen. Ich meine, jeder einzelne Augenblick und jede Emotion im Leben jedes Menschen ist von grundauf unterschiedlich, wie soll man so etwas aufschreiben, wo die deutsche Sprache einem nur 26 Buchstaben zur Verfügung stellt und man uns doch schon beigebracht hat, dass dieses Gefühl Liebe und das andere Hass heißt usw.. "Liebe" hat doch jeder von uns schon mal gesagt, aber das Gefühl, was man selbst spürt, das lässt sich doch nicht einfach so zusammenfassen oder verallgemeinern. Andererseits sind sämtliche Alternativen auch schon längst mit anderen verallgemeinerten Bedeutungen überfüllt und auch andere Sprachen bieten nur gelegentlich ganz neue Wörter, wie kann ich also in der Lage sein, mich jemals passend auszudrücken. Ganz genau nur mein Gefühl in diesem Moment zu beschreiben. Natürlich man kann sagen, dass man Gefühle nicht zwangsläufig definieren muss. Aber wie gesagt, schreiben hilft mir, mich zu ordnen, nur kann ich mit Worten grade mal einen Bruchteil von dem ausdrücken, was ich wirklich meine. Ahh, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr qualmt mein Kopf.
Nur bei manchen Gedichten oder Texten von anderen Autoren, da spüre ich dann, wie deren Worte einfach mitten in mein Herz treffen. Genau in das Gefühl, von dem ich dachte, man könnte es nicht beschreiben, oder zumindest verdammt nah dran.
Wie auch immer, hier das Gedicht, das ich meine und gleich der Link zu den anderen. Dieser Kerl hat wirklich Talent, zumindest aus meiner Sicht.
http://declaringwar.tumblr.com/post/41448889347/tidal
Ich selbst habe oft das Gefühl, mich nicht richtig ausdrücken zu können, nie das zu treffen, was ich eigentlich sagen will, sondern irgendwie immer drumherum rede. Nie in den Kern treffen. Es macht mich wahnsinnig, nichtmal jetzt kann ich wirklich beschreiben, was ich meine. Klar, ich könnte jetzt ewig weiter ins Detail gehen, aber am Ende wäre meine Beschreibung doch nur ein leerer Abklatsch von dem, was ich eigentlich fühle. Außerdem (ich weiß, diese Überlegung ist abstrakt und stellenweise lückenhaft) kommt es mir seit einiger Zeit gelegentlich sogar dumm vor, ein Gefühl mit Worten beschreiben zu wollen. Ich meine, jeder einzelne Augenblick und jede Emotion im Leben jedes Menschen ist von grundauf unterschiedlich, wie soll man so etwas aufschreiben, wo die deutsche Sprache einem nur 26 Buchstaben zur Verfügung stellt und man uns doch schon beigebracht hat, dass dieses Gefühl Liebe und das andere Hass heißt usw.. "Liebe" hat doch jeder von uns schon mal gesagt, aber das Gefühl, was man selbst spürt, das lässt sich doch nicht einfach so zusammenfassen oder verallgemeinern. Andererseits sind sämtliche Alternativen auch schon längst mit anderen verallgemeinerten Bedeutungen überfüllt und auch andere Sprachen bieten nur gelegentlich ganz neue Wörter, wie kann ich also in der Lage sein, mich jemals passend auszudrücken. Ganz genau nur mein Gefühl in diesem Moment zu beschreiben. Natürlich man kann sagen, dass man Gefühle nicht zwangsläufig definieren muss. Aber wie gesagt, schreiben hilft mir, mich zu ordnen, nur kann ich mit Worten grade mal einen Bruchteil von dem ausdrücken, was ich wirklich meine. Ahh, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr qualmt mein Kopf.
Nur bei manchen Gedichten oder Texten von anderen Autoren, da spüre ich dann, wie deren Worte einfach mitten in mein Herz treffen. Genau in das Gefühl, von dem ich dachte, man könnte es nicht beschreiben, oder zumindest verdammt nah dran.
Wie auch immer, hier das Gedicht, das ich meine und gleich der Link zu den anderen. Dieser Kerl hat wirklich Talent, zumindest aus meiner Sicht.
http://declaringwar.tumblr.com/post/41448889347/tidal
Mittwoch, 6. Februar 2013
#7
Ich bin seit Samstag verdammt erkältet und ich will nicht mehr. Ich bin nie krank, nie nie nie, wieso ausgerechnet jetzt? Ok, vielleicht bin ich ein bisschen selbst schuld. Bei 0 °C mitten auf der Straße liegen und Sterne gucken ist nicht unbedingt gesund, aber andererseits war das eins der interessantesten Gespräche seit langer Zeit. Trotzdem, ich wäre jetzt lieber gesund. Vor allem, weil die beschissene Erkältung meine Laune total in den Keller drückt. Ich liege praktisch den ganzen Tag im Bett, genug Zeit also, sich mal wieder viel zu viele Gedanken zu machen. Heute war ich wieder in der Schule, musste hinlaufen weil kein einziger Bus fuhr, hab meine Schlüssel vergessen, sinnlose Freistunden gehabt, Ärger bekommen weil ich meine Hausaufgaben nicht hatte. An sich alles nicht so schlimm, wenn ich nicht sowieso schon so fertig gewesen wäre. Und dann der absolute Knaller, ich hatte die Freistunden ausgerechnet mit der Person, um die es im letzten Post ging. Bedeutet: 2 Stunden lang pausenlos Salz in die Wunde. Mein letztes bisschen Stolz hat mich zum Glück davon abgehalten, vor versammelter Mannschaft in Tränen auszubrechen.
Das kam erst, als ich endlich wieder zuhause war. Es war wirklich einer meiner schlimmsten Heulkrämpfe seit zwei Jahren. Irgendwie kam heute alles zusammen, Krankheit, Pech und diese Person und das musste eben raus. Hab ich eigentlich auch kein Problem mit, blöd war nur, dass meine Mutter es natürlich mitbekommen hat. Das hat dann sofort wieder zu einer Krisensitzung geführt, weil meine Mutter seit Roberts Tod denkt, ich wäre depressiv und essgestört und suizidgefährdet und was weiß ich. Sie meint auch schon seit längerer Zeit, ich solle eine Therapie machen. Ich hab sie erst letztens erfolgreich davon überzeugen können, dass ich das nicht brauche und jetzt dieser Zusammenbruch direkt vor ihren Augen. Perfekt.
Natürlich hab ich auch schonmal über eine Therapie nachgedacht und in manchen Punkten muss ich meiner Mutter schon Recht geben. An besonders schlimmen Tagen (die mittlerweile ausgesprochen selten geworden sind) hab ich diesen Ess-Brech-Kreisel bis zu 7 Mal durchgezogen. Ich hab mal aus Wut auf mich selbst so feste mit der Faust gegen eine Wand geschagen, dass ich geblutet habe. Im Sommer sind wir mit Freunden von einer Brücke in den See gesprungen, obwohl da schon viele bei draufgegangen sind. Von der Brücke bin ich mit 5 anderen gesprungen, ich wollte nicht sterben, ich wollte Adrenalin. Die anderen Sachen, naja das ist vielleicht nicht ganz gesund. Aber das ist einfach was ganz anderes, als wenn sich regelmäßig selbst verletzt oder eine richtige Essstörung hat. Ich hab mir eine Zeit lang überlegt, ob ich in irgendeiner Form depressiv sein könnte. Allerdings hab ich mich auch von dem Gedanken schnell wieder verabschiedet, ich meine mein bester Freund ist tot, da ist es normal wenn ich mal Phasen habe, in denen es mir beschissen geht. Mittlerweile hab ich auch verstanden, dass zwischen Traurigkeit und Depression ganze Welten liegen.
Zusammengefasst behaupte ich von mir selbst einfach mal, dass ich keine Therapie brauche. Ich weiß ja, was meine Probleme sind. Vor allem glaube ich, dass es da draußen einen Haufen Menschen gibt, die meinen Platz dringender brauchen als ich. Für mich wäre es ja reine Bequemlichkeit, eine Psychologin mit meinem Scheiß vollzuquatschen, anstatt mich einfach aus meinem Selbstmitleid zu befreien. Wieso ich das jetzt alles aufgeschrieben habe? Nun ja, ich glaube ich musste mich ausschreiben, um mich selbst nochmal davon zu überzeugen, dass ich keine Therapie brauche. Meine Mutter kann nämlich verdammt überzeugend sein und fast wäre ich eingeknickt. Aber wie gesagt, es gibt Leute mit echten Krankheiten und eine Therapie zu machen würde sich für mich anfühlen, als würde ich diese Menschen verspotten. Ich würde mich einfach mies fühlen. Und ich brauche eh keine, also Schluss jetzt mit diesem bescheuerten Thema.
Das kam erst, als ich endlich wieder zuhause war. Es war wirklich einer meiner schlimmsten Heulkrämpfe seit zwei Jahren. Irgendwie kam heute alles zusammen, Krankheit, Pech und diese Person und das musste eben raus. Hab ich eigentlich auch kein Problem mit, blöd war nur, dass meine Mutter es natürlich mitbekommen hat. Das hat dann sofort wieder zu einer Krisensitzung geführt, weil meine Mutter seit Roberts Tod denkt, ich wäre depressiv und essgestört und suizidgefährdet und was weiß ich. Sie meint auch schon seit längerer Zeit, ich solle eine Therapie machen. Ich hab sie erst letztens erfolgreich davon überzeugen können, dass ich das nicht brauche und jetzt dieser Zusammenbruch direkt vor ihren Augen. Perfekt.
Natürlich hab ich auch schonmal über eine Therapie nachgedacht und in manchen Punkten muss ich meiner Mutter schon Recht geben. An besonders schlimmen Tagen (die mittlerweile ausgesprochen selten geworden sind) hab ich diesen Ess-Brech-Kreisel bis zu 7 Mal durchgezogen. Ich hab mal aus Wut auf mich selbst so feste mit der Faust gegen eine Wand geschagen, dass ich geblutet habe. Im Sommer sind wir mit Freunden von einer Brücke in den See gesprungen, obwohl da schon viele bei draufgegangen sind. Von der Brücke bin ich mit 5 anderen gesprungen, ich wollte nicht sterben, ich wollte Adrenalin. Die anderen Sachen, naja das ist vielleicht nicht ganz gesund. Aber das ist einfach was ganz anderes, als wenn sich regelmäßig selbst verletzt oder eine richtige Essstörung hat. Ich hab mir eine Zeit lang überlegt, ob ich in irgendeiner Form depressiv sein könnte. Allerdings hab ich mich auch von dem Gedanken schnell wieder verabschiedet, ich meine mein bester Freund ist tot, da ist es normal wenn ich mal Phasen habe, in denen es mir beschissen geht. Mittlerweile hab ich auch verstanden, dass zwischen Traurigkeit und Depression ganze Welten liegen.
Zusammengefasst behaupte ich von mir selbst einfach mal, dass ich keine Therapie brauche. Ich weiß ja, was meine Probleme sind. Vor allem glaube ich, dass es da draußen einen Haufen Menschen gibt, die meinen Platz dringender brauchen als ich. Für mich wäre es ja reine Bequemlichkeit, eine Psychologin mit meinem Scheiß vollzuquatschen, anstatt mich einfach aus meinem Selbstmitleid zu befreien. Wieso ich das jetzt alles aufgeschrieben habe? Nun ja, ich glaube ich musste mich ausschreiben, um mich selbst nochmal davon zu überzeugen, dass ich keine Therapie brauche. Meine Mutter kann nämlich verdammt überzeugend sein und fast wäre ich eingeknickt. Aber wie gesagt, es gibt Leute mit echten Krankheiten und eine Therapie zu machen würde sich für mich anfühlen, als würde ich diese Menschen verspotten. Ich würde mich einfach mies fühlen. Und ich brauche eh keine, also Schluss jetzt mit diesem bescheuerten Thema.
Sonntag, 3. Februar 2013
#6
“Es ist vielleicht im … im Leben kann einer der härtesten Rückschläge
sein, dass man, wenn man mit jemanden, mit dem man sehr, sehr viel Zeit
verbracht hat und von dem man geglaubt hat, dass er einem was bedeutet,
dass wenn irgendwann der Moment kommt, wo’s drauf ankommt und wo man
sagt: „Hey, hier bin ich, jetzt ist es … jetzt geht’s mir nicht so gut,
hier bin ich.“ Und dann ist er nicht mehr da und man hat immer geglaubt,
dass man vielleicht für den anderen was Besonderes ist und irgendwann
merkt man: Okay, vielleicht war das nur die Hoffnung und vielleicht war
das nur der Wunsch, dass man dem anderen so viel bedeutet und dann merkt
man, dass es … nicht so ist und dann … tut das vielleicht sehr, sehr
weh.” - Philipp Poisel.
Schon komisch, wie völlig fremde Menschen manchmal Worte für etwas haben, von dem man selbst fast nicht geglaubt hat man könnte es überhaupt irgendwie beschreiben.
Auch traurig, weil ich normalerweise lieber meine eigenen Worte denke, als die eines anderen.
Erleichternd, weil mir klar ist, dass das hier nichts schlimmes ist. Jeder wird im Leben mal von Menschen enttäuscht, die einem wichtig sind. Vielleicht gehört das dazu, damit man lernt, dass diese Menschen vielleicht doch nicht so waren wie man sie sehen wollte. Obwohl mir dieses Wissen jetzt grade auch nicht weiterhilft, es tut trotzdem weh. Ich versuche nur mich zu zwingen, jetzt nicht wieder total melodramatisch zu werden (obwohl's dafür wahrscheinlich schon zu spät ist) und nicht von dieser einen Person auf alle zukünftigen zu schließen. Vielleicht kann das alles ja auch eine Chance sein. Alle meine Entscheidungen hab ich an dieser einen Person gemessen und ich halte das eigentlich nicht für einen Fehler, auch wenn ich jetzt weiß, dass die Gefühle und vor allem das Vertrauen von meiner Seite aus um einiges stärker waren. Und weil sich das alles jetzt geändert hat, da hab ich vielleicht Platz für neues. Ich bin nicht mehr so fixiert auf einen einzigen Menschen und das tut mir für mich selbst vielleicht ganz gut. Und plötzlich hört sich das alles auch garnicht mehr so sehr nach Weltuntergang an. Ich hoffe nur, dass es sich bald auch nicht mehr so anfühlt.
Schon komisch, wie völlig fremde Menschen manchmal Worte für etwas haben, von dem man selbst fast nicht geglaubt hat man könnte es überhaupt irgendwie beschreiben.
Auch traurig, weil ich normalerweise lieber meine eigenen Worte denke, als die eines anderen.
Erleichternd, weil mir klar ist, dass das hier nichts schlimmes ist. Jeder wird im Leben mal von Menschen enttäuscht, die einem wichtig sind. Vielleicht gehört das dazu, damit man lernt, dass diese Menschen vielleicht doch nicht so waren wie man sie sehen wollte. Obwohl mir dieses Wissen jetzt grade auch nicht weiterhilft, es tut trotzdem weh. Ich versuche nur mich zu zwingen, jetzt nicht wieder total melodramatisch zu werden (obwohl's dafür wahrscheinlich schon zu spät ist) und nicht von dieser einen Person auf alle zukünftigen zu schließen. Vielleicht kann das alles ja auch eine Chance sein. Alle meine Entscheidungen hab ich an dieser einen Person gemessen und ich halte das eigentlich nicht für einen Fehler, auch wenn ich jetzt weiß, dass die Gefühle und vor allem das Vertrauen von meiner Seite aus um einiges stärker waren. Und weil sich das alles jetzt geändert hat, da hab ich vielleicht Platz für neues. Ich bin nicht mehr so fixiert auf einen einzigen Menschen und das tut mir für mich selbst vielleicht ganz gut. Und plötzlich hört sich das alles auch garnicht mehr so sehr nach Weltuntergang an. Ich hoffe nur, dass es sich bald auch nicht mehr so anfühlt.
Freitag, 25. Januar 2013
#5
Heute Abend ist wieder ein relativ großer Geburtstag. Mal sehen wie gut ich meine positiven Vorsätze in die Tat umsetzen kann.
Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich normalerweise nicht diejenige bin, die total rumstresst oder so. Eher die, die bei allen Feiern zwar dabei ist, aber nie mit auf den Gruppenfotos ist. Die, bei der die anderen ihre Erinnerungslücken auffüllen, weil ich seltsamerweise immer alles mitkriege. Vielleicht haben deswegen auch alle so ein Drama um letzte Woche gemacht. Weil es schon ein Schock war, dass ich überhaupt mal richtig aufgefallen bin und man sich um mich kümmern musste.
Das hört sich jetzt irgendwie so negativ an, aber das find ich ist es überhaupt nicht. Ich bin gerne die, bei der sich die Betrunkenen und Verzweifelten ausheulen, denn nach 2 Uhr nachts entstehen meistens erst die wirklich interessanten Gespräche. Alkohol nimmt die Angst und die Leute werden ehrlich. Natürlich auch überemotional und verwirrt, aber auch verdammt ehrlich. Manchmal erkennt man erst dann, wer diese Menschen um einen herum wirklich sind und das finde ich unfassbar faszinierend.
Obwohl ich dazu sagen muss, dass ich normalerweise nicht diejenige bin, die total rumstresst oder so. Eher die, die bei allen Feiern zwar dabei ist, aber nie mit auf den Gruppenfotos ist. Die, bei der die anderen ihre Erinnerungslücken auffüllen, weil ich seltsamerweise immer alles mitkriege. Vielleicht haben deswegen auch alle so ein Drama um letzte Woche gemacht. Weil es schon ein Schock war, dass ich überhaupt mal richtig aufgefallen bin und man sich um mich kümmern musste.
Das hört sich jetzt irgendwie so negativ an, aber das find ich ist es überhaupt nicht. Ich bin gerne die, bei der sich die Betrunkenen und Verzweifelten ausheulen, denn nach 2 Uhr nachts entstehen meistens erst die wirklich interessanten Gespräche. Alkohol nimmt die Angst und die Leute werden ehrlich. Natürlich auch überemotional und verwirrt, aber auch verdammt ehrlich. Manchmal erkennt man erst dann, wer diese Menschen um einen herum wirklich sind und das finde ich unfassbar faszinierend.
Donnerstag, 24. Januar 2013
#4
Ok, anscheinend war das mit dem "oh nein ich bin so so wütend" doch eher eine Ausgeburt von temporärer Aggression, Langeweile und Überinterpretation. Letzteres ist seit einiger Zeit übrigens mein Spezialgebiet. Klar, ich war wütend am Montag, aber wer wäre das nicht nach einem Streit mit seinen Freunden. Ich analysiere aber natürlich erstmal jeden meiner Gedanken bis ins Detail und denk mir dann irgendeine pseudo-philosophische Erklärung für mein bescheuertes Verhalten aus. Es war mir irgendwie immer wichtig, nicht zu den Leuten zu gehören, die vollkommen gedankenlos in den Tag leben und keine ihrer eigenen Handlungen hinterfragen. Soweit kein Problem, ich hab mir also vorgenommen mir mehr Gedanken über meine Handlungen zu machen. Vielleicht hätte mir damals schon auffallen müssen, dass es herzlich wenig bringt, total tiefsinnig über seine Gedanken nachzudenken nachdem man sie in die Tat umgesetzt hat. Und so sitz ich also regelmäßig in meinem Gartenstuhl (ja, auch bei Schnee) und grübel über alles nach, was ich in meinem Leben so verbockt hab. Wie man hier nachlesen kann, hat meine letzte Selbstanalyse ergeben, dass mein Aussetzer auf meine noch nicht überwundene Trauer um meinen besten Freund zurückzuführen ist. Quatsch, nach 2 Jahren noch zu trauern ist zwar normal, aber es ist schon lange keine Entschuldigung mehr für übermäßigen Alkoholkonsum oder, simpel ausgedrückt, hemmungslose Sauferei.
Das paradoxe an diesem Text ist irgendwie, dass ich darüber schreibe, dass ich meine eigenen Handlungen überinterpretiere, obwohl ich ja genau so eigentlich auch zu dem Schluss gekommen bin, dass ich zu viel denke. Hm.
Das lässt mich irgendwie wieder in die andere Richtung zurückdenken, vielleicht mache ich mir nicht zu viele Gedanken. Vielleicht mache ich mir einfach unnütze Gedanken. Ich sitz zwar stundenlang bei mir zuhause rum und denk darüber nach, was ich für ein schlechter Mensch bin, was ich für ein scheiß Leben hab, weshalb ausgerechnet mir immer die ganze Scheiße passieren muss (ist natürlich alles vollkommen übertrieben, aber wie gesagt, Selbstmitleid ist auch so eine Spezialität von mir). Der einzige sinnvolle Schluss aus meinen verwirrenden Gedankengängen ist dann also, dass ich mir vielleicht vorher Gedanken machen sollte. Vorher überlegen, was ich will und es in die Tat umsetzten, anstatt hinterher heulend im Bett zu liegen. Wenn es mir dann auch gelingt, generell etwas positiver zu werden, könnte ich vielleicht endlich mal was auf die Kette kriegen. Was produktives, wie endlich rausfinden, was ich nach dem Abi studieren will oder so. Wäre ja mal was.
Jedenfalls ist es jetzt mein Ziel, an diesem Problem zu arbeiten. Mich endlich aus meinem Selbstmitleid und Pessimismus befreien und mich nicht regelmäßig für dumme Sachen entschuldigen müssen. Roberts Tod als einen Teil meines Lebens akzeptieren und nicht mehr als Entschuldigung für alles hinhalten. Allgemein endlich anfangen. Mit was, weiß ich zwar nicht genau. Einfach anfangen, statt nur rumzusitzen und erst dann zu viel zu denken, wenn's eh zu spät ist.
Das paradoxe an diesem Text ist irgendwie, dass ich darüber schreibe, dass ich meine eigenen Handlungen überinterpretiere, obwohl ich ja genau so eigentlich auch zu dem Schluss gekommen bin, dass ich zu viel denke. Hm.
Das lässt mich irgendwie wieder in die andere Richtung zurückdenken, vielleicht mache ich mir nicht zu viele Gedanken. Vielleicht mache ich mir einfach unnütze Gedanken. Ich sitz zwar stundenlang bei mir zuhause rum und denk darüber nach, was ich für ein schlechter Mensch bin, was ich für ein scheiß Leben hab, weshalb ausgerechnet mir immer die ganze Scheiße passieren muss (ist natürlich alles vollkommen übertrieben, aber wie gesagt, Selbstmitleid ist auch so eine Spezialität von mir). Der einzige sinnvolle Schluss aus meinen verwirrenden Gedankengängen ist dann also, dass ich mir vielleicht vorher Gedanken machen sollte. Vorher überlegen, was ich will und es in die Tat umsetzten, anstatt hinterher heulend im Bett zu liegen. Wenn es mir dann auch gelingt, generell etwas positiver zu werden, könnte ich vielleicht endlich mal was auf die Kette kriegen. Was produktives, wie endlich rausfinden, was ich nach dem Abi studieren will oder so. Wäre ja mal was.
Jedenfalls ist es jetzt mein Ziel, an diesem Problem zu arbeiten. Mich endlich aus meinem Selbstmitleid und Pessimismus befreien und mich nicht regelmäßig für dumme Sachen entschuldigen müssen. Roberts Tod als einen Teil meines Lebens akzeptieren und nicht mehr als Entschuldigung für alles hinhalten. Allgemein endlich anfangen. Mit was, weiß ich zwar nicht genau. Einfach anfangen, statt nur rumzusitzen und erst dann zu viel zu denken, wenn's eh zu spät ist.
Montag, 21. Januar 2013
#3
Na gut, eigentlich hatte ich nicht vor, das Internet jeden Tag mit meinem Mist zuzumüllen aber ich glaub hier gibt's noch weit schlimmeres also was soll's.
Ich wusste schon immer, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nicht einfach mit ein paar Worten entschuldigen kann. Zu diesen Dingen gehört auch, Menschn wehzutun, indem man deren intimste Geheimnisse im Streit gegen sie verwendet. Indem man ihr Vertrauen zu dem Messer macht, mit dem man ihnen das Herz zerschneidet. Ich wusste immer, dass es grausam und unheimlich feige ist, einem Freund auf diese Weise Schmerzen zuzufügen, weil man damit eine Grenze übertritt von der man weiß, dass der andere sie nicht übertreten will. Niemals hätte ich geglaubt, dass ich eines Tages zu denen gehören würde, die diese Grenze als erste überschreiten. Anscheinend bin ich aber so jemand geworden, in dem Moment, in dem ich meine eigene Wut und Unzufriedenheit über meine Freunde gestellt habe. Ich hatte so sehr gehofft, dass sich mein kleiner Ausfall Samstagabend auf ein paar fiese Kommentare beschränkt hat, aber offensichtlich bin ich diesmal drei Schritte zu weit gegangen. Bis zu dem Punkt, an dem ich mein Handeln nicht mehr auf den Alkohol schieben kann.
Es macht mir Angst, dass es anscheinend einen Teil von mir gibt, der all diese schlimmen Dinge sagen wollte und dass dieser Teil nicht nur zu meinem betrunkenen Ich gehört. Denn als man mir gesagt hat, was ich alles von mir gegeben hab am Samstag, da hab ich mir tatsächlich kurz selbst zugestimmt. Ja, sie hat's verdient. Ich hab alles genau so gemeint, wie ich es gesagt habe. Die Reue und das Schuldbewusstsein kamen erst danach und ich hasse mich selbst dafür, dass ich so ein gemeiner Mensch bin. Wann bin ich so geworden? Seit wann will ich einer meiner engsten Freundinnen mit Absicht wehtun und seit wann bin ich so wütend auf sie, auf alle, auf mich? Ich weiß es nicht, ich war mir bis heute ja nichtmal darüber bewusst, wie wütend ich wirklich bin.
Ich dachte, ich wäre unzufrieden, einfach ein bisschen neben mir in letzter Zeit. Und müde, von zu viel Schlaf und zu wenig Leben. Aber jetzt glaube ich, dass es nicht nur Unzufriedenheit und Müdigkeit sind, die mich nicht klar denken lassen. Es ist auch Wut und ich habe sie lange unterdrückt, nicht richtig wahrgenommen.
Samstag hat mich der Alkohol dazu gebracht, sie auf meine Freunde zu richten aber ich denke nicht, dass ich wütend auf sie bin. Dazu hätte ich keinen Grund, ich schulde jedem von ihnen unendliche Dankbarkeit. Mein erster Gedanke war, dass sich meine Wut gegen mich selbst richtet, weil ich mal wieder nicht mit meinem Leben klarkomme. Weil mein Zeugnis nicht so war, wie ich es haben wollte und weil ich nie das mache, was ich mir vorgenommen habe. Weil ich meine Freunde nicht gut genug behandle und aus allen Gründen, aus denen man sonst noch wütend auf sich selbst sein kann. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird, auf wen ich in Wahrheit wütend bin. Ich glaube, ich weiß es schon länger, schon immer, ich konnte das Gefühl nur nicht benennen. Es zuzugeben ist hart, vor mir selbst und erst recht vor allen anderen, weil es irgendwie seltsam klingt und schwer zu verstehen ist.
Die Person, auf die ich wütend bin ist Robert. Ich bin so wütend auf ihn, weil er einfach aufgegeben hat. Die Ärzte haben gesagt, die OP wäre gut gewesen, alle Werte wären gut, er müsste ohne Probleme wieder aus der Narkose aufwachen. Dann haben seine Organe versagt, ohne Grund, einfach so. Klar, er war angeschlagen von der Chemo und den anderen OPs und vielleicht war sein Körper einfach zu schwach. Aber für mich wird es sich immer so anfühlen, als hätte er aufgegeben, einfach losgelassen. Und mir ist klar, dass ich nicht das Recht habe, ihm das übel zu nehmen, es war sein Leben. Trotzdem bin ich so wütend, weil er wusste, wie sehr ich ihn brauche. Er wusste, was alles kaputt gehen würde, wenn er stirbt und er hat trotzdem losgelassen. Er ist einfach gestorben und hat sich nicht verabschiedet, wir haben so fest damit gerechnet, dass er aufwacht und er schlaft einfach für immer weiter. Jetzt ist nichts mehr wie vorher und er schläft immer noch, ihm kann's egal sein. Ich würde ihm so gerne ins Gesicht schreien, ihm irgendwas an den Kopf werfen dafür, dass er glauben konnte, ich würde klarkommen ohne ihn. Ich weiß, wie egoistisch das alles klingt und im Grunde ist es das auch. Ich bin wütend auf ihn, weil mich die Trauer um ihn zu einer egoistischen Schlampe gemacht hat. Ich bin wütend auf die Welt, weil es immer die Falschen trifft, weil irgendwelche Kinderschänder ewig leben und die Guten viel zu früh gehen müssen. Ich bin wütend auf ihn, weil ich früher anders über solche Dinge gedacht habe. Ich bin wütend, weil sein Tod alles verändert hat und er mich alleingelassen hat und ich hier in der Scheiße sitze ohne jemanden, der mir sagt, dass das alles nicht so schrecklich ist wie ich grade denke, dass ich nicht so schlimm bin wie ich mich grade sehe.
Ich bin so wütend und ich fürchte, ich kann nichts anderes tun als es einfach zu fühlen. Warten, bis es besser wird. Bis sich die Wut legt und ich vergeben kann. Robert, dass er mich hier hat sitzen lassen und für immer verschwunden ist. Und mir, naja, alles andere.
Ich wusste schon immer, dass es bestimmte Dinge gibt, die man nicht einfach mit ein paar Worten entschuldigen kann. Zu diesen Dingen gehört auch, Menschn wehzutun, indem man deren intimste Geheimnisse im Streit gegen sie verwendet. Indem man ihr Vertrauen zu dem Messer macht, mit dem man ihnen das Herz zerschneidet. Ich wusste immer, dass es grausam und unheimlich feige ist, einem Freund auf diese Weise Schmerzen zuzufügen, weil man damit eine Grenze übertritt von der man weiß, dass der andere sie nicht übertreten will. Niemals hätte ich geglaubt, dass ich eines Tages zu denen gehören würde, die diese Grenze als erste überschreiten. Anscheinend bin ich aber so jemand geworden, in dem Moment, in dem ich meine eigene Wut und Unzufriedenheit über meine Freunde gestellt habe. Ich hatte so sehr gehofft, dass sich mein kleiner Ausfall Samstagabend auf ein paar fiese Kommentare beschränkt hat, aber offensichtlich bin ich diesmal drei Schritte zu weit gegangen. Bis zu dem Punkt, an dem ich mein Handeln nicht mehr auf den Alkohol schieben kann.
Es macht mir Angst, dass es anscheinend einen Teil von mir gibt, der all diese schlimmen Dinge sagen wollte und dass dieser Teil nicht nur zu meinem betrunkenen Ich gehört. Denn als man mir gesagt hat, was ich alles von mir gegeben hab am Samstag, da hab ich mir tatsächlich kurz selbst zugestimmt. Ja, sie hat's verdient. Ich hab alles genau so gemeint, wie ich es gesagt habe. Die Reue und das Schuldbewusstsein kamen erst danach und ich hasse mich selbst dafür, dass ich so ein gemeiner Mensch bin. Wann bin ich so geworden? Seit wann will ich einer meiner engsten Freundinnen mit Absicht wehtun und seit wann bin ich so wütend auf sie, auf alle, auf mich? Ich weiß es nicht, ich war mir bis heute ja nichtmal darüber bewusst, wie wütend ich wirklich bin.
Ich dachte, ich wäre unzufrieden, einfach ein bisschen neben mir in letzter Zeit. Und müde, von zu viel Schlaf und zu wenig Leben. Aber jetzt glaube ich, dass es nicht nur Unzufriedenheit und Müdigkeit sind, die mich nicht klar denken lassen. Es ist auch Wut und ich habe sie lange unterdrückt, nicht richtig wahrgenommen.
Samstag hat mich der Alkohol dazu gebracht, sie auf meine Freunde zu richten aber ich denke nicht, dass ich wütend auf sie bin. Dazu hätte ich keinen Grund, ich schulde jedem von ihnen unendliche Dankbarkeit. Mein erster Gedanke war, dass sich meine Wut gegen mich selbst richtet, weil ich mal wieder nicht mit meinem Leben klarkomme. Weil mein Zeugnis nicht so war, wie ich es haben wollte und weil ich nie das mache, was ich mir vorgenommen habe. Weil ich meine Freunde nicht gut genug behandle und aus allen Gründen, aus denen man sonst noch wütend auf sich selbst sein kann. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto klarer wird, auf wen ich in Wahrheit wütend bin. Ich glaube, ich weiß es schon länger, schon immer, ich konnte das Gefühl nur nicht benennen. Es zuzugeben ist hart, vor mir selbst und erst recht vor allen anderen, weil es irgendwie seltsam klingt und schwer zu verstehen ist.
Die Person, auf die ich wütend bin ist Robert. Ich bin so wütend auf ihn, weil er einfach aufgegeben hat. Die Ärzte haben gesagt, die OP wäre gut gewesen, alle Werte wären gut, er müsste ohne Probleme wieder aus der Narkose aufwachen. Dann haben seine Organe versagt, ohne Grund, einfach so. Klar, er war angeschlagen von der Chemo und den anderen OPs und vielleicht war sein Körper einfach zu schwach. Aber für mich wird es sich immer so anfühlen, als hätte er aufgegeben, einfach losgelassen. Und mir ist klar, dass ich nicht das Recht habe, ihm das übel zu nehmen, es war sein Leben. Trotzdem bin ich so wütend, weil er wusste, wie sehr ich ihn brauche. Er wusste, was alles kaputt gehen würde, wenn er stirbt und er hat trotzdem losgelassen. Er ist einfach gestorben und hat sich nicht verabschiedet, wir haben so fest damit gerechnet, dass er aufwacht und er schlaft einfach für immer weiter. Jetzt ist nichts mehr wie vorher und er schläft immer noch, ihm kann's egal sein. Ich würde ihm so gerne ins Gesicht schreien, ihm irgendwas an den Kopf werfen dafür, dass er glauben konnte, ich würde klarkommen ohne ihn. Ich weiß, wie egoistisch das alles klingt und im Grunde ist es das auch. Ich bin wütend auf ihn, weil mich die Trauer um ihn zu einer egoistischen Schlampe gemacht hat. Ich bin wütend auf die Welt, weil es immer die Falschen trifft, weil irgendwelche Kinderschänder ewig leben und die Guten viel zu früh gehen müssen. Ich bin wütend auf ihn, weil ich früher anders über solche Dinge gedacht habe. Ich bin wütend, weil sein Tod alles verändert hat und er mich alleingelassen hat und ich hier in der Scheiße sitze ohne jemanden, der mir sagt, dass das alles nicht so schrecklich ist wie ich grade denke, dass ich nicht so schlimm bin wie ich mich grade sehe.
Ich bin so wütend und ich fürchte, ich kann nichts anderes tun als es einfach zu fühlen. Warten, bis es besser wird. Bis sich die Wut legt und ich vergeben kann. Robert, dass er mich hier hat sitzen lassen und für immer verschwunden ist. Und mir, naja, alles andere.
Sonntag, 20. Januar 2013
#2
Meine Eltern sind heute Abend beide nicht da. Bedeutet für mich, ich kann mir meine Lieblingskuschelsachen anziehen und mich mit Macbook, Kaffee und Zigaretten auf die halb verschneite Terrasse setzten und bloggen. So viel zum Thema ich bin keine Raucherin, aber was soll's, Kaffee und Zigaretten gehören für mich einfach zusammen. Jetzt sitz ich hier also, mit meinen 2385796 Gedanken und versuch irgendwie, alles zu ordnen. Gestern Nacht war verdammt hart, ich war mehr als angetrunken und hab mal wieder alles um mich rum zerstört.
Diesen einen Kerl geküsst, der es länger als ne halbe Stunde mit mir aushält und damit glaub ich das zwischen uns kaputt gemacht, von dem ich nicht mal weiß, ob es überhaupt da war. So schrecklich, wie ich erst niemanden an mich ranlasse und dann irgendwann verrenn ich mich so sehr in diese eine Sache, dass ich garnicht mehr weiß was wahr ist und was ich mir nur zusammengeträumt hab. Das hab ich jetzt davon, ein eher unangenehmes Gespräch darüber, dass ihm das mit uns zwar gefällt, aber er noch nicht weiß, was genau er fühlt. Tja, dafür wissen jetzt mindestens 60 andere Leute, was ich fühle, seine Ex-Freundin, von der er sich vor drei Wochen getrennt hat eingeschlossen. Nie wieder Alkohol.
Überhaupt, dieser ganze Abend. Ich hab dann noch einen Riesenstreit mit einer guten Freundin angefangen. Ich glaub es ging darum, dass sie immer bei allen die erste Wahl ist und sich keinen für meinen Scheiß interessiert weil ich nicht so dünn und blond und superhübsch bin wie sie. Was ein Schwachsinn, mal ehrlich ich bin eigentlich ganz froh, dass nicht andauern einer ankommt und fragt wie es mir geht. Ich weiß es ja selbst nicht, wie sollte ich dann mit anderen darüber reden. Und klar, wenn ich die Wahl hätte würde ich ihren Körper schon vorziehen, aber ich komm ganz gut klar und die Kerle die so auf sie stehen wären jetzt eh nicht meine Traummänner. Mein besoffenes Ich hat das wohl anders gesehen.
Die, die danach versucht haben mit mir zu reden oder mir irgendwie helfen wollten, habe ich dann natürlich, charmant wie ich bin, richtig mies weggescheucht, sodass ich schließlich von allen gemieden wurde und den restlichen Abend rauchend auf einer Bank verbracht habe. Und alle Leute, die ich an dem Abend nicht persönlich anpöbeln konnte haben aller Wahrscheinlichkeit nach trotzdem mitbekommen, was für ein gedankenloses, eifersüchtiges und hyperempfindliches Miststück ich doch bin.
Alles in allem kann man glaub ich sagen, dass ich meinen Ruf an diesem einen Abend einmal ziemlich durch den Dreck gezogen habe und mich bei allen, die irgendwie nett zu mir waren verdammt unbeliebt gemacht hab. Nicht, dass ich allzu großen Wert auf die Meinung anderer Leute legen würde, nur möchte ich bitte trotzdem nicht als die neue Superbitch bekannt sein. Aber was soll's, das Leben geht weiter. Ich hab mich schon öfter in die Scheiße geritten, also hoffe ich einfach, dass ich das meiste morgen in der Schule wieder graderücken kann und man mir nicht allzu lange böse sein wird. Und vielleicht hat mein bescheuerter Kuss ja nicht alles ruiniert, ist ja nicht so als hätte er nicht zurückgeküsst (höhö).
Einen schönen Sonntagabend.
Diesen einen Kerl geküsst, der es länger als ne halbe Stunde mit mir aushält und damit glaub ich das zwischen uns kaputt gemacht, von dem ich nicht mal weiß, ob es überhaupt da war. So schrecklich, wie ich erst niemanden an mich ranlasse und dann irgendwann verrenn ich mich so sehr in diese eine Sache, dass ich garnicht mehr weiß was wahr ist und was ich mir nur zusammengeträumt hab. Das hab ich jetzt davon, ein eher unangenehmes Gespräch darüber, dass ihm das mit uns zwar gefällt, aber er noch nicht weiß, was genau er fühlt. Tja, dafür wissen jetzt mindestens 60 andere Leute, was ich fühle, seine Ex-Freundin, von der er sich vor drei Wochen getrennt hat eingeschlossen. Nie wieder Alkohol.
Überhaupt, dieser ganze Abend. Ich hab dann noch einen Riesenstreit mit einer guten Freundin angefangen. Ich glaub es ging darum, dass sie immer bei allen die erste Wahl ist und sich keinen für meinen Scheiß interessiert weil ich nicht so dünn und blond und superhübsch bin wie sie. Was ein Schwachsinn, mal ehrlich ich bin eigentlich ganz froh, dass nicht andauern einer ankommt und fragt wie es mir geht. Ich weiß es ja selbst nicht, wie sollte ich dann mit anderen darüber reden. Und klar, wenn ich die Wahl hätte würde ich ihren Körper schon vorziehen, aber ich komm ganz gut klar und die Kerle die so auf sie stehen wären jetzt eh nicht meine Traummänner. Mein besoffenes Ich hat das wohl anders gesehen.
Die, die danach versucht haben mit mir zu reden oder mir irgendwie helfen wollten, habe ich dann natürlich, charmant wie ich bin, richtig mies weggescheucht, sodass ich schließlich von allen gemieden wurde und den restlichen Abend rauchend auf einer Bank verbracht habe. Und alle Leute, die ich an dem Abend nicht persönlich anpöbeln konnte haben aller Wahrscheinlichkeit nach trotzdem mitbekommen, was für ein gedankenloses, eifersüchtiges und hyperempfindliches Miststück ich doch bin.
Alles in allem kann man glaub ich sagen, dass ich meinen Ruf an diesem einen Abend einmal ziemlich durch den Dreck gezogen habe und mich bei allen, die irgendwie nett zu mir waren verdammt unbeliebt gemacht hab. Nicht, dass ich allzu großen Wert auf die Meinung anderer Leute legen würde, nur möchte ich bitte trotzdem nicht als die neue Superbitch bekannt sein. Aber was soll's, das Leben geht weiter. Ich hab mich schon öfter in die Scheiße geritten, also hoffe ich einfach, dass ich das meiste morgen in der Schule wieder graderücken kann und man mir nicht allzu lange böse sein wird. Und vielleicht hat mein bescheuerter Kuss ja nicht alles ruiniert, ist ja nicht so als hätte er nicht zurückgeküsst (höhö).
Einen schönen Sonntagabend.
Freitag, 18. Januar 2013
#1
Da bin ich wohl wieder. Nicht wirklich weil ich glaube, dass jemand das hier liest oder weil ich mir das wünschen würde sonder eher, weil das hier besser ist als meinen Scheiß nur in Word-Dokumente zu packen. Das hab ich in letzter Zeit ziemlich oft gemacht, alles rausgeschrieben und so. Ich weiß, handschriftliche Tagebücher wären natürlich um einiges romantischer aber ernsthaft, davon tut mir die Hand weh und ich muss dafür an nem Tisch sitzen und wer würde das irgendwann abends bzw. nachts noch wollen. Außerdem komm ich mir jetzt nicht mehr ganz so blöd vor wenn sich meine Texte anhören als würde ich jemand anderem was erzählen, ich meine hier wende ich mich ja wenigstens an einen potenziellen Leser, meine privaten Dokumente wird allerdings (hoffentlich) niemals jemand zu Gesicht bekommen. Naja, jedenfalls glaub ich, dass das hier so ein bisschen wird wie die Briefe von Charlie in "the perks of being a wallflower". Von einer traurigen Person an eine beliebige andere Person, die ich selbst nicht kenne und die mich nicht kennt, der ich aber trotzdem oder grade deshalb einen großen Teil meiner Gedanken anvertraue. Falls das hier also tatsächlich jemand liest, danke, dass du diese beliebige Person geworden bist und danke, dass du überhaupt so weit gelesen hast.
Naja, ein bisschen was sollte man aber vielleicht trotzdem über mich wissen, einfach damit man meine seltsamen Gedanken und Geschichten ein bisschen besser verstehen kann oder sich ein Bild von mir machen kann.
Ich werde in ein paar Monaten 18, dann kann ich mir endlich das Tattoo stechen lassen, dass ich mir schon seit fast 2 Jahren wünsche. Außerdem mach ich jetzt Abi und danach gehts auf nem Interrail-Trip durch Europa mit letztem Stop in London, wo ich dann in dem Cafè meiner Cousine aushelfen werde. Keine Ahnung für wie lange. Ich glaube jedenfalls, dass Heimweh für mich kein Grund sein wird zurückzukommen.
Ich fürchte ich bin abhängig von Kaffee. Ich rauche ganz gerne mal ein oder zwei, am Wochenende sind's dann meistens mehr, ich würde mich selbst aber irgendwie noch nicht wirklich als Raucherin bezeichnen.
Ich liebe meine Freunde schon, allerdings bin ich nicht so die mit der einen besten Freundin oder dem einen festen engen Freundeskreis. So wirklich nah bin ich mit niemandem befreundet, aber wenn wir alle zusammen sind, dann sind diese Menschen meine Familie. Und wir sind ziemliche Säufer, glaub ich.
Ich würde nicht sagen, dass mein Leben besonders beschissen ist oder dass ich schon viel durchmachen musste oder so. Das schlimmste, was mir bis jetzt passiert ist, war der Tod meines besten Freundes Robert vor fast zwei Jahren an Krebs. Wenn es sowas wie Seelenverwandte gibt, er war's. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie einen Menschen verloren und man hat mir gesagt, dass es mit der Zeit weniger schmerzhaft wäre. War ne ziemlich glatte Lüge, es wird schlimmer und die Lücke, die er hinterlassen hat wird größer und die Momente, in denen er mir unglaublich fehlt werden immer mehr.
Ich bin die Personifikation von Durchschnitt. Nicht besonders begabt, nicht besonders musikalisch, nicht besonders hübsch, erst recht nicht besonders schlank, nicht besonders beliebt, nicht besonders lustig. Die Liste könnte ewig weitergehen. Ich bin allerdings auch nicht besonders schrecklich, objektiv betrachtet. Durchschnitt eben, aber das ist ok. Außer, dass ich in meinem Freundeskreis schon ewig der einzige Dauer-Single bin. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich so unfassbar sympathisch wirke, vor allem auf Leute, die mich nicht kennen. HAHA
Die Wahrheit ist, obwohl mein Leben relativ normal ist und ich nette Freunde hab und oft unterwegs bin, bin ich unglaublich unzufrieden. Mit mir selbst, mit allem um mich rum. Ich hab nen ziemlich ausgeprägten Hang zum Selbstmitleid und mittlerweile mach ich mich glaube ich selbst mehr fertig, als irgendjemand sonst. Im Prinzip weiß ich, dass alles ok ist. Ich hasse mich trotzdem, für meine Persönlichkeit, weil ich jedem Menschen der versucht mir näher zu kommen sofort das Herz zerquetsche und nichts so richtig auf die Reihe kriege und wegen allem was ich im Moment bin. Keine Ahnung. Ich wäre gern zufrieden, aber ich bin's nicht und kann mich nicht erinnern, wann ich's das letzte Mal war.
Naja, ein bisschen was sollte man aber vielleicht trotzdem über mich wissen, einfach damit man meine seltsamen Gedanken und Geschichten ein bisschen besser verstehen kann oder sich ein Bild von mir machen kann.
Ich werde in ein paar Monaten 18, dann kann ich mir endlich das Tattoo stechen lassen, dass ich mir schon seit fast 2 Jahren wünsche. Außerdem mach ich jetzt Abi und danach gehts auf nem Interrail-Trip durch Europa mit letztem Stop in London, wo ich dann in dem Cafè meiner Cousine aushelfen werde. Keine Ahnung für wie lange. Ich glaube jedenfalls, dass Heimweh für mich kein Grund sein wird zurückzukommen.
Ich fürchte ich bin abhängig von Kaffee. Ich rauche ganz gerne mal ein oder zwei, am Wochenende sind's dann meistens mehr, ich würde mich selbst aber irgendwie noch nicht wirklich als Raucherin bezeichnen.
Ich liebe meine Freunde schon, allerdings bin ich nicht so die mit der einen besten Freundin oder dem einen festen engen Freundeskreis. So wirklich nah bin ich mit niemandem befreundet, aber wenn wir alle zusammen sind, dann sind diese Menschen meine Familie. Und wir sind ziemliche Säufer, glaub ich.
Ich würde nicht sagen, dass mein Leben besonders beschissen ist oder dass ich schon viel durchmachen musste oder so. Das schlimmste, was mir bis jetzt passiert ist, war der Tod meines besten Freundes Robert vor fast zwei Jahren an Krebs. Wenn es sowas wie Seelenverwandte gibt, er war's. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt noch nie einen Menschen verloren und man hat mir gesagt, dass es mit der Zeit weniger schmerzhaft wäre. War ne ziemlich glatte Lüge, es wird schlimmer und die Lücke, die er hinterlassen hat wird größer und die Momente, in denen er mir unglaublich fehlt werden immer mehr.
Ich bin die Personifikation von Durchschnitt. Nicht besonders begabt, nicht besonders musikalisch, nicht besonders hübsch, erst recht nicht besonders schlank, nicht besonders beliebt, nicht besonders lustig. Die Liste könnte ewig weitergehen. Ich bin allerdings auch nicht besonders schrecklich, objektiv betrachtet. Durchschnitt eben, aber das ist ok. Außer, dass ich in meinem Freundeskreis schon ewig der einzige Dauer-Single bin. Hat vielleicht damit zu tun, dass ich so unfassbar sympathisch wirke, vor allem auf Leute, die mich nicht kennen. HAHA
Die Wahrheit ist, obwohl mein Leben relativ normal ist und ich nette Freunde hab und oft unterwegs bin, bin ich unglaublich unzufrieden. Mit mir selbst, mit allem um mich rum. Ich hab nen ziemlich ausgeprägten Hang zum Selbstmitleid und mittlerweile mach ich mich glaube ich selbst mehr fertig, als irgendjemand sonst. Im Prinzip weiß ich, dass alles ok ist. Ich hasse mich trotzdem, für meine Persönlichkeit, weil ich jedem Menschen der versucht mir näher zu kommen sofort das Herz zerquetsche und nichts so richtig auf die Reihe kriege und wegen allem was ich im Moment bin. Keine Ahnung. Ich wäre gern zufrieden, aber ich bin's nicht und kann mich nicht erinnern, wann ich's das letzte Mal war.
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