"Es tut mir leid, dass ich mein Leben und die Menschen darin nicht
genug lieben konnte um hierbleiben zu können und es tut mir leid, dass
ich euch alle so verletzt habe und es jetzt grade wieder tue. Ich hätte
mir auch für mich selbst gewünscht, anders zu sein oder anders sein zu
wollen. Die Wahrheit ist, das hier ist, was ich will und ich weiß, dass
ihr trauern werdet, aber bemitleidet mich nicht für etwas, was meine
eigene Entscheidung war. Ich bin glücklich und ich wünsche mir, dass ihr
es trotz all dem hier auch werdet."
Ein Teil aus Seppos Abschiedsbrief, den seine Mutter mir gestern abfotografiert bei Facebook geschickt hat. Sie hat sich 239075 Mal für die Art entschuldigt, wie wir diesen Brief erhalten haben. Ihr war es nur sehr wichtig, dass seine Freunde den Brief so schnell wie möglich lesen können. Er hat wohl einen Zettel danebengelegt mit Namen von Leuten, die ihn als erstes erhalten sollen. Ich weiß nicht, ob ich an Stelle seiner Mutter schon einen Tag nach der Sache die Kraft dafür gehabt hätte. Respekt und Dankbarkeit an sie dafür, dass sie trotz allem noch an andere denken kann. Ich kann's nicht.
Das da oben ist nur ein kleiner Ausschnitt, im Original sind's fast 3 hangeschriebene karierte Seiten. Irgendwie ist das aber die Stelle, die mich am meisten berührt (was sich jetzt natürlich blöd anhört, mich berührt der ganze scheiß Brief). Ich glaube das ist so, weil er hier klarstellt, dass es seine Entscheidung war. Sein Leben, sein Tod. Nicht unser Fehler. Vielleicht kann ich das irgendwann wirklich glauben.
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