Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf ein englisches Gedicht gestoßen, das mir wirklich unglaublich gefällt und das auf so viele Art und Weisen. Und schon wieder hat jemand anderes Worte für meine Gedanken und das Seltsame daran ist, dass ich auf diese Menschen mittlerweile fast ein wenig neidisch bin. Ich schreibe aus Spaß, weil es mir hilft meine Gedanken zu ordnen und weil ich manche Dinge erst wirklich weiß, nachdem ich sie aufgeschrieben habe. Viel mehr bewundere ich aber Leute wie den Verfasser dieses Gedichtes, denn eine solche Art zu schreiben, das ist wirkliche Kunst. In so wenigen Worten eine ganze Geschichte zu erzählen, ein so vielschichtiges Gefühl zu beschreiben, das ist es, was mich besonders an Gedichten so fasziniert.
Ich selbst habe oft das Gefühl, mich nicht richtig ausdrücken zu können, nie das zu treffen, was ich eigentlich sagen will, sondern irgendwie immer drumherum rede. Nie in den Kern treffen. Es macht mich wahnsinnig, nichtmal jetzt kann ich wirklich beschreiben, was ich meine. Klar, ich könnte jetzt ewig weiter ins Detail gehen, aber am Ende wäre meine Beschreibung doch nur ein leerer Abklatsch von dem, was ich eigentlich fühle. Außerdem (ich weiß, diese Überlegung ist abstrakt und stellenweise lückenhaft) kommt es mir seit einiger Zeit gelegentlich sogar dumm vor, ein Gefühl mit Worten beschreiben zu wollen. Ich meine, jeder einzelne Augenblick und jede Emotion im Leben jedes Menschen ist von grundauf unterschiedlich, wie soll man so etwas aufschreiben, wo die deutsche Sprache einem nur 26 Buchstaben zur Verfügung stellt und man uns doch schon beigebracht hat, dass dieses Gefühl Liebe und das andere Hass heißt usw.. "Liebe" hat doch jeder von uns schon mal gesagt, aber das Gefühl, was man selbst spürt, das lässt sich doch nicht einfach so zusammenfassen oder verallgemeinern. Andererseits sind sämtliche Alternativen auch schon längst mit anderen verallgemeinerten Bedeutungen überfüllt und auch andere Sprachen bieten nur gelegentlich ganz neue Wörter, wie kann ich also in der Lage sein, mich jemals passend auszudrücken. Ganz genau nur mein Gefühl in diesem Moment zu beschreiben. Natürlich man kann sagen, dass man Gefühle nicht zwangsläufig definieren muss. Aber wie gesagt, schreiben hilft mir, mich zu ordnen, nur kann ich mit Worten grade mal einen Bruchteil von dem ausdrücken, was ich wirklich meine. Ahh, je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr qualmt mein Kopf.
Nur bei manchen Gedichten oder Texten von anderen Autoren, da spüre ich dann, wie deren Worte einfach mitten in mein Herz treffen. Genau in das Gefühl, von dem ich dachte, man könnte es nicht beschreiben, oder zumindest verdammt nah dran.
Wie auch immer, hier das Gedicht, das ich meine und gleich der Link zu den anderen. Dieser Kerl hat wirklich Talent, zumindest aus meiner Sicht.
http://declaringwar.tumblr.com/post/41448889347/tidal
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